Bill Gates arbeitet mit Microsoft an einem persönlichen Assistenten, der sich „alles merken“ kann

Redaktion 29. Januar 2015 1 Kommentar(e)

Gründer von Microsoft, Reichster Mann der Welt, Philanthrop – und bald auch Erfinder eines neuartigen persönlichen Assitenten? In einer Fragestunde auf Reddit verriet Bill Gates, dass er mit Microsoft an einem neuen persönlichen Assistenten arbeitet, der sich „alles merken“ kann und dem Nutzer beim Auffinden von Dingen helfen soll. 

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Mit Cortana hat Microsoft bereits einen persönlichen Assistenten im Angebot. Doch das Projekt, woran Bill Gates arbeitet, soll anders werden und sich „alles merken“ können.

Mit Cortana hat Microsoft bereits einen persönlichen Assistenten im Angebot. Doch das Projekt, woran Bill Gates arbeitet, soll anders werden und sich „alles merken“ können.

Seit Siri 2011 die Bühne betrat, haben persönliche Assistenten Hochkonjunktur: Kurze Zeit später folgte Google Now, darauf dann Microsofts Cortana. Doch egal ob Siri, Google Now oder Cortana: Die elektronischen Assistenten sind in ihrer Funktionsweise noch sehr beschränkt, können höchstens auf einfache Fragen antworten oder jemanden anrufen oder eine SMS schreiben. Der Sektor der persönlichen Assistenten schreit also geradezu nach einem technischen Durchbruch – und genau daran könnte Bill Gates mit Microsoft arbeiten.

Auf Smartphones, Tablets und klassischen PCs

Während eines Reddit AmA (Ask me Anything) stand Bill Gates Rede und Antwort und erzählte beiläufig von einem Projekt, an dem er gerade mit Microsoft arbeite: „Ein Projekt, an dem ich mit Microsoft arbeite, ist ein persönlicher Assistent, der sich alles merkt und dem Nutzer hilft, zurĂĽckzugehen und Sachen wiederzufinden. Er hilft dabei, wichtigen Dingen Aufmerksamkeit zu schenken“, so Gates auf Reddit. Der neue Assistent soll geräteĂĽbergreifend funktionieren, also sowohl auf dem Smartphone als auch Tablet beziehungsweise klassischem Computer. Zum Vergleich: Microsofts Cortana soll erst im Sommer, zum Release von Windows 10, auch auf PCs und Notebooks verfĂĽgbar sein. Laut Gates sei das derzeitige Modell, dass Nutzer Apps suchen und auswählen mĂĽssen, die ihnen dann sagen, was es Neues gebe, kein effizientes Modell. Dieses Problem solle der neue persönliche Assistent lösen.

Ă„hnelt die Funktionsweise Google Now?

Von der Funktionsweise, sofern man die Aussagen des 59-jährigen entsprechend interpretiert, soll der neue Assistent offenbar antizipieren, was der Nutzer möchte. Damit würde er vom Aufbau Google Now ähneln: Auch der persönliche Assistent aus dem Hause Mountain View antizipiert und liefert dem Nutzer – abhängig von Ort, Zeit und Situation – die richtigen Informationen im voraus. Zugegebenermaßen ist das zu diesem Zeitpunkt aber reine Spekulationen – Gates hat in der Fragestunde nicht verraten, wie genau der neue persönliche Assistent funktionieren soll. Vor allem die Tatsache, dass dieser sich „alles merken“ kann, macht neugierig: Das würde nur funktionieren, wenn beispielsweise 24 Stunden am Tag jedes gesprochene Wort des Nutzers aufgenommen und analysiert wird – für Datenschützer wäre das zweifellos ein Alptraum.

Vorstellungstermin noch unklar

In gewisser Weise würde sich Microsoft mit einem neuen persönlichen Assistenten auch selbst Konkurrenz machen – immerhin hat der Windows-Hersteller bereits Cortana im Angebot. Möglicherweise könnten aber auch Teile des geheimen Projekts in Cortana einfließen. Wann der neue persönliche Assistent vorgestellt werden soll, verriet Gates aber nicht.

Was glaubt ihr: Kann Bill Gates den Markt der persönliche Assistenten wirklich revolutionieren? 

Quelle: Reddit AmA (via Golem)

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