Lernroboter für kleines Geld: BQ Zowi

Peter Mußler 8. April 2016 0 Kommentar(e)
Lernroboter für kleines Geld: BQ Zowi Androidmag.de 5 5 Sterne

Roboter sind etwas für die Autoindustrie, den Science Fiction-Film oder ein japanisches Altersheim und nichts fürs Kinderzimmer, oder? Diese Meinung sollte man überdenken, wenn man sich den Zowi Lernroboter von BQ angesehen hat. Er macht Technik greifbar und degradiert sie nicht zur reinen Unterhaltung.

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Macht den Moonwalk: Zowi kann nicht nur Tanzen wie Michael Jackson, sondern dank seiner vier Servomotoren auch vor-, zurück- und seitwärts watscheln. Das macht er automatisch oder nach Befehl.

 

Es gibt Menschen, die die Ansicht vertreten, dass man Kindern nicht zu früh ein Smartphone in die Hand drücken sollte. Wir gehören auch dazu. Handy statt Baby-Rassel, Tablet statt Bilderbuch, das muss nicht sein. Was wir hingegen befürworten, ist die spielerische Auseinandersetzung mit Technik. Früher gab es die Dampfmaschine und den Technikbaukasten, die noch immer ihre Berechtigung haben, man darf sich aber ruhig auch modernen Wissenschaftsfeldern zuwenden, so z.B. der Robotik.

Für Ingenieure von morgen

Aus tiefer Überzeugung, dass technisches Spielzeug Kinder inspiriert und zum Nachdenken anregt – sofern die Technik nicht nur unreflektiert genutzt, sondern auch verstanden wird -, hat der Chef des spanischen Technologieunternehmens BQ Alberto Méndez neben einer ganzen Reihe anderer kreativitätsfördernder Produkte wie z.B. 3D-Drucker den Zowi ins Leben gerufen, einen spielerischen Lernroboter.

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Mit, aber auch ohne 3D-Drucker lässt sich Zowi individualisieren – wie im Bild mit Stiften oder auch mit Stickern. Sogar Sensoren zur Nachrüstung sind integrierbar. Echtes Tuning also.

Der sieht aus wie ein türkiser Dominostein mit Plattfüßen, wahlweise auch wie ein kubischer Schlumpf, und ist keine echte BQ-Neuerfindung (dessen rühmt man sich auch nicht). Aus seiner Würfelglasur stechen zwei schwarze Augen hervor, die Ultraschallsensoren bergen, keine Kameras. Damit kann Zowi Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen, aber in Habachtstellung auch Alarm schlagen, wenn sich vor ihm etwas tut, wo sich nichts tun soll. Unter den Augen ist ein LED-Feld angebracht, das dem kleinen Kerl einen Mund mit Mimik gibt. Quieken kann er über einen Soundgenerator, durch ein Mikrofon unter seiner Kappe reagiert er auch auf ein Antippen und Geräusche.

Beide lernen: Zowi und Kind

Das Innovative an diesem Roboter ist aber seine eigene Lernfähigkeit. Er kann mehr, je mehr man sich mit ihm beschäftigt. Über eine eigene Nutzeroberfläche können Kinder (und auch Erwachsene) die Steuerung selbst programmieren, Zowi also etwas beibringen und dadurch selbst lernen. Aber auch die echten sensorischen Eindrücke kommen nicht zu kurz: Das Spielzeug lässt sich bis auf die Platinen zerlegen und wird so buchstäblich begreiflich. Klasse!

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Bei diesem Spielzeug müssen Kinder mitdenken. Die Steuerung per Tablet oder Smartphone lässt sich individuell gestalten.

Preis: EUR 129,90

Maße / Gewicht: 140 x 150 x 93 mm

Akku: 4.040 mAh, max. 8 Stunden Spielzeit

Konnektivität: Bluetooth, microUSB

Weitere Informationen finden Sie hier!

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.