Unfallgefahr: Erste Museen verbieten den Selfie-Stick

Redaktion 12. Februar 2015 0 Kommentar(e)

R√ľckschlag¬†f√ľr den Selfie-Stick: Einige Museen in den USA haben die Nase von der Armverl√§ngerung gestrichen voll und verbieten die praktischen Kamera-St√§be, um Besch√§digungen an Kunstwerken zu verhindern und die Unfallgefahr zu verringern.¬†

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Das Funktionsprinzip von Selfie-Sticks ist ziemlich einfach: Smartphone ans eine Ende der Stange - fertig. (Bild: Amazon/XCSOURCE)

Das Funktionsprinzip von Selfie-Sticks ist ziemlich einfach: Smartphone ans eine Ende der Stange – fertig. (Bild: Amazon/XCSOURCE)

Ein Selfie-Stick, was ist das √ľberhaupt? In Europa sind die Teleskopstangen, auf die man das eigene Smartphone montieren kann, um damit ein Ganzk√∂rper-Selfie zu erm√∂glichen, noch kaum bekannt. In Asien und Amerika sind die Selfie-Sticks aber der letzte Schrei. Das Time Magazine z√§hlte das Selbstportrait-Hilfsmittel gar zu den 25 besten Erfindungen 2014. Einige Museen versperren sich nun aber den praktischen Helferlein, wie die Washington Post berichtet.

So haben unter anderem das renommierte Museum of Modern Art in New York (MOMA), die National Art Gallery in Washington oder das Getty Center in Los Angeles Verbote gegen die Selfie-Sticks ausgesprochen. Den Musemsbetreibern geht es offenbar nicht darum,¬†Besuchern den Spa√ü zu verderben, sondern um den Schutz der eigenen Kunstwerke. Ein √ľbereifriger Besucher k√∂nnte mit seinem Selfie-Stick beispielsweise Gem√§lde besch√§digen oder ein in sorgsamer Kleinarbeit aufgestelltes Dinosaurier-Skelett¬†zum Einsturz bringen. Dass solche Sorgen nicht aus der Luft gegriffen sind, zeigt die Gr√∂√üe der Selfie-Sticks: Im komplett ausgefahrenen Zustand k√∂nnen sie gut und gerne 1 Meter oder l√§nger sein. Aus den gleichen Gr√ľnden sind in vielen Museen auch Rucks√§cke, Regenschirme oder normale Stative verboten. Au√üerdem k√∂nnen Selfie-Sticks auch zu Stolperfallen werden oder versehentlich andere Menschen verletzten. Wer wei√ü, wie schnell amerikanische Gerichte Schadensersatzforderungen in Millionenh√∂he verh√§ngen, kann die Sorge der Museen schnell verstehen. Sie besitzen immerhin das Hausrecht und sind demnach verantwortlich ‚Äď selbst wenn jemand anderes den Unfall verursacht.

Ob auch deutsche beziehungsweise europ√§ische Museen √ľber Verbote von Selfie-Sticks nachdenken, ist nicht bekannt.

Habt ihr schon mal einen Selfie-Stick benutzt? 

Quelle: Washington Post (via Golem) Bildquelle: Amazon/XCSOURCE

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