USB Stick: Sicherheit durch NFC-Autorisierung

Tam Hanna 10. Juni 2013 0 Kommentar(e)

In Zeiten steigender ├ťberwachung durch Regierungen ist es immer w├╝nschenswert, seine Daten vor dem Zugriff durch Dritte zu sch├╝tzen. Auf der Computex wurde nun ein USB-Stick vorgestellt, der seine Daten per NFC sch├╝tzt.

Die dahinterstehende Grundidee ist einfach. Die Kurzstreckenfunktechnik NFC ├╝bermittelt (normalerweise) auch Informationen ├╝ber den Standort des Tags: bei einer Reichweite von weniger als zehn Zentimetern sind sich Tag und Leseger├Ąt so gut wie immer sehr nah. Der Controller des Sticks gibt die Daten nur dann frei, wenn das korrekte NFC-Tag in der N├Ąhe ist – es handelt sich dabei um eine Art „Passwortschutz“.

Der neue USB-Stick von PQI nutzt NFC zur Zugriffssteuerung - die Auslieferung wird f├╝r das vierte Quartal erwartet. (Bildquelle: Engadget)

Der neue USB-Stick von PQI nutzt NFC zur Zugriffssteuerung – die Auslieferung wird f├╝r das vierte Quartal erwartet. (Bildquelle: Engadget)

Als zus├Ątzliches Komfortfeature bietet der Hersteller PQI – es handelt sich dabei um ein asiatisches Unternehmen mit enormer Erfahrung im Speicherbereich – eine zum Stick dazugeh├Ârende Android-Applikation an. Diese erlaubt – einen NFC-Sender im Telefon vorausgesetzt – das flexible Einstellen der Zugriffsmodalit├Ąten.

Das bedeutet, dass ihr den Stick nicht nur komplett freigeben oder komplett verstecken k├Ânnt. Wollt ihr einer Person z.B. nur lesenden Zugriff gew├Ąhren, so ist auch das kein Problem. Einfach nur witzig ist das „Einmal-Zugriffsfeature“. Dieses schaltet den Stick einmalig frei – sobald er abgesteckt wurde (oder der Strom ausf├Ąllt und der Rechner herunterf├Ąhrt), ist der Zugriff auf die dort befindlichen Daten nicht mehr m├Âglich.

Da es keine offizielle Pressemitteilung gibt, ist nicht bekannt, ob sich diese Verschl├╝sselung auf den gesamten Stick oder nur auf eine versteckte Partition auswirkt. Problematisch ist zudem, dass sich NFC-Tags leicht kopieren lassen.

Der Hersteller plant, den Stick im vierten Quartal dieses Jahres auf den Markt zu bringen. Noch gibt es keine Informationen ├╝ber den Preis oder ├╝ber die verwendete Verschl├╝sselungstechnik – da sich derartige Sticks in der Vergangenheit immer wieder als unzuverl├Ąssig (bzw. nicht ausreichend sicher) erwiesen, raten wir zur Vorsicht. Die Kapazit├Ąt soll von acht bis 64GB reichen.

Spricht euch dieses Konzept an? Oder ist euch TrueCrypt und Co lieber?

Quelle: Engadget

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna befasst sich seit dem Jahr 2004 mit der Entwicklung und Anwendung von Handcomputern. Er steht unter tamhan@tamoggemon.com jederzeit f├╝r Fragen, Trainings und Vortragsanfragen zur Verf├╝gung.