User-Interfaces der Android-Hersteller im Vergleich

Tam Hanna 1. September 2013 4 Kommentar(e)

Wer ein Android-Handy kauft, bekommt nur sehr selten ein Gerät mit der von Google vorgesehenen Benutzerschnittstelle. Stattdessen setzen die meisten Anbieter auf eigene GUIs, die das Aussehen teils radikal verändern. Hier ein kleiner Vergleich der Angebote…

Die im Allgemeinen sehr seriös arbeitende Webseite AndroidHeadlines verglich die Benutzerschnittstelle von allen wichtigen High-End-Telefonen, die in Amerika flächendeckend verfügbar sind. Spezifisch ging es dabei um die folgenden Geräte:

  • HTC One Mini (Android 4.2.2)
  • Huawei Ascend Mate (Android 4.1.2)
  • Samsung Galaxy Mega 6.3 (Android 4.2.2)
  • Sony Xperia Z (Android 4.1.2)
  • Google Nexus 4 (Android 4.3)

Obwohl die Lockscreens der getesteten Geräte teils stark unterschiedlich aussahen, sorgte das Konzept der konvergenten Evolutioon für im Großen und Ganzen ähnliche Ergebnise. Huawei’s Telefon muss aufgrund der veralteten Betriebssystemversion ohne App Widgets auskommen, sonst sind die gebotenen Funktionen im Großen und Ganzen identisch.

Die ersten markanten Unterschiede treten am Homescreen auf. Bei Huawei gibt es keinen „App-Ordner“, stattdessen erscheinen alle am Telefon installierten Applikationen über die diversen Homescreens verteilt. Sonst gibt es auch hier noch keine wesentlichen Differenzen.

Huawei vereinheitlicht App Drawer und Homescreens am Ascend Mate (Bildquelle: AndroidHeadlines)

Huawei vereinheitlicht App Drawer und Homescreens am Ascend Mate (Bildquelle: AndroidHeadlines)

Markant fallen die Unterschiede indes bei den Notification Bars aus. Einige Hersteller setzen hier auf das Schema „mehr hilft mehr“, während andere Anbieter einen Trend zum Minimalismus erkennen lassen. Bei AndroidHeadlines ging HTC Sense als Sieder vom Feld, der Tester begründete seine Vorliebe für das Produkt unter Anderem in der langen Geschichte der GUI.

Allerdings gilt seit jeher, dass sich über Geschmack vortreffend streiten lässt. Aus diesem Grund empfehlen wir euch einen Besuch bei der Quelle – die dortigen Fotos geben einen guten Eindruck des GUIs. Zudem solltet ihr euer neues Wunschtelefon vor dem Kauf immer ein bisschen antesten, um auf Nummer Sicher zu gehen.

Aus Herstellersicht ist der Trend zu den Custom GUIs übrigens sinnvoll und verständlich. Kundenbindung ist von eminentester Bedeutung, da sie die Werbekosten langfristig reduziert. Die meisten Nutzer stellen nur ungern zwischen verschiedenen Benutzerschnittstellen um – solange ein Telefon auf dem vom Hersteller des Betriebssystems vorgegebenen GUI basiert, ist der Wechsel einfach. Jedes „custom tool“ des Hardwareherstellers verändert nun das Aussehen. Daraus folgt, dass sich das Telefon immer stärker vom „stock OS“ unterscheidet und der Umlernaufwand höher ausfällt.

Die Betriebssystem-Anbieter sind sich dieser Situation durchaus bewusst und versuchen, ihre OEMs zur Vereinheitlichung der Benutzerschnittstelle zu animieren. Leider ist der Widerstand der Hersteller dagegen alles andere als gering – Insiderquellen behaupten immer wieder, dass der mangelnde Erfolg von Windows Phone 7 und 8 auch am von Microsoft ausgesprochenen Skin-Verbot liegt.

Habt ihr mit Custom GUIs bisher eher gute oder eher schlechte Erfahrungen gemacht? Hinterlasst uns doch bitte ein Kommentar – wir freuen uns immer über eure Meinungen!

Quelle: AndroidHeadlines

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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