Gewicht Scanner (Appsurd)

Michael Derbort 15. Januar 2013 0 Kommentar(e)
Gewicht Scanner (Appsurd) Androidmag.de 1 1 Sterne

Höhö, jetzt sind wir aber mal wieder witzig: Wir legen den Daumen auf das Display und diese App verkĂŒndet uns freudestrahlend unser Gewicht. Was fĂŒr ein BrĂŒller
 (kostenlos).

GS_Header
Das Smartphone als Scherzartikel? Nun, es liegt nahe, unsere moderne Kommunikationstechnik auch als Werkzeug fĂŒr selbsternannte Witzbolde umzuschulen. Die Ergebnisse sind manchmal wirklich lustig, dann aber wieder mal gepflegte Rohrkrepierer. Unser heutiger Spaßvogel hat mal wieder ein besonderes VerstĂ€ndnis von Humor.

Immer erst was Nettes

Viele gehen ja davon aus, dass ein Witz erst dann furchtbar witzig ist, wenn er unterhalb der GĂŒrtellinie angesiedelt ist. Wir halten diesem Kandidaten zugute, dass in diesem Fall hierauf verzichtet wurde. Allerdings bleiben die anschließenden Lacher auch hier weitgehend aus. Wir starten den ersten Versuchslauf und beobachten nur mĂ€ĂŸig begeistert, wie ein Scan-Balken ĂŒber das Display wandert, um wenig spĂ€ter ein Ergebnis zu erhalten, das ganz eindeutig von einem Zufallsgenerator ermittelt wurde. Nun soll – so die Idee des Entwicklers – tosendes GelĂ€chter im Kreise der Freunde erschallen. Doch der Effekt bleibt aus. Das ist aber komisch. Warum nur?

Eine simple OberflÀche, rudimentÀre Einstellmöglichkeiten und ein selbst definierter blödsinniger Spruch ist alles, was uns diese App bietet. Armselig.

Eine simple OberflÀche, rudimentÀre Einstellmöglichkeiten und ein selbst definierter blödsinniger Spruch ist alles, was uns diese App bietet. Armselig.

Das ausbleibende GelÀchter

Das erste Lachen bleibt im mitteleuropĂ€ischen Raum alleine dadurch aus, weil die App nur mit englischen Maßeinheiten aufwartet. Niemand macht sich die MĂŒhe, wegen solch einem Unfug auch noch die vorgeblichen Messergebnisse umzurechnen. Nehmen wir uns dennoch die Zeit, werden wir dennoch nicht in brĂŒllendem GelĂ€chter ausbrechen. Nein, es werden sich keine MĂ€dels hysterisch kreischend zur Bespaßung der anderen fĂŒr die nĂ€chsten Monate an die Salatbar anketten und auch sonst wird sich niemand, der auch nur bis drei zĂ€hlen kann, von den Zahlen beeindrucken lassen. Wenn solch ein „Gag“ funktionieren soll, muss er sich schon einmal an die realen Gegebenheiten richten. Ein weibliches „Opfer“ dieses zweifelhaften Kalauers mit sogenannten Model-Maßen (also ein Haufen Knochen in Haut eingewickelt) wird kaum nennenswert reagieren, wenn es erfĂ€hrt, dass es bereits die 100-Kilo-Marke ankratzt.

Fazit

Das Smartphone-Display kann vieles. Als Abdruck-Scanner ist es aber nicht zu gebrauchen. Das ist alleine technisch nicht möglich und inzwischen sollte sich diese Tatsache zu jedem Benutzer herumgesprochen haben, der in der Lage ist, sein GerĂ€t einzuschalten. Ein Blick in die Benutzerbewertungen zeigt außerdem, dass dieser Blödsinn nicht nur im Umfeld des Rezensenten ein Schuss in den Ofen war. Wer dergleichen komisch findet, scheint tatsĂ€chlich ĂŒber ein sehr eigenartiges GemĂŒt zu verfĂŒgen.

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen