PhotoMath

29. März 2015 1 Kommentar(e)
PhotoMath Androidmag.de 4.5 4.5 Sterne

Die Idee ist interessant: Wir fotografieren einfach einen mathematischen Term ab und lassen unser Handy rechnen. Machbar ist dies nun mithilfe der App PhotoMath, dem Schrecken aller Mathelehrer (kostenlos, ohne In-App-Käufe).

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Was kann diese App, dass sie den Lehrern so missfallen könnte? Nun, sie berechnet Gleichungen (nicht nur lineare) – durch bloßes Abfotografieren. Bevor wir aber nun behaupten, dass damit der Traum vieler Schüler wahr wird, müssen wir die Hoffnungen ein wenig dämpfen.

Lehrer sind gewarnt

Denn erstens werden handschriftliche Terme nicht erkannt, zweitens müssen die Lichtverhältnisse gut sein und drittens gibt die App bei der Aufnahme einen verräterischen Piepton von sich, was den möglichen Einsatz bei Abiturarbeiten in Frage stellt.

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Einfache lineare Gleichungen löst die App umgehend. Aber es können auch mal quadratische Gleichungen darunter sein, etwa 2x² + 18 = 0. Sobald die App den Term erkannt hat, liefert sie präzise das Ergebnis und auch die erforderlichen ­Zwischenschritte. Die Erkennungsrate liegt allerdings unter 100 Prozent. Der oben genannte Term wurde im Test drei Mal hintereinander ohne die hochgestellte 2 interpretiert, erst beim vierten Mal klappte es. Und wenn es funktioniert, dann wird es interessant. Denn erstens werden alle Zwischenschritte erläutert und zweitens gibt es ein Art Protokoll, in dem alle bereits abgebildeten Gleichungen gespeichert sind.

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Fazit

Die ultimative Geheimwaffe bei der Abi-Prüfung ist diese App noch nicht: Der Anwender benötigt ein wenig Geduld und eine ruhige Hand. Das Interessante an der App ist ohnehin nicht die Lösung selbst, sondern das Darstellen der Zwischenschritte. Ideal also für Schüler, die nachvollziehen möchten, wie Gleichungen gelöst werden.

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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