Die besten Apps des Jahres 2016 – Teil 7/7

8. November 2016 Kommentare deaktiviert für Die besten Apps des Jahres 2016 – Teil 7/7 Kommentar(e)

Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Zeit, es Revue passieren zu lassen und zu überlegen, welche Apps in diesem Jahr bedeutend waren. Solche Überlegungen stellen in unserem Team alle Redakteure an, wodurch eine Bewertung erzielt wird, die durchaus Aussagekraft hat, schließlich kennen wir fast jede App, die im Jahr 2016 neu erschienen ist. Aber nicht immer muss eine App neu sein, um gut zu sein. Im Gegenteil: In vielen Kategorien haben wir alte Bekannte erneut zu den Gewinnern gekürt. Lesen Sie hier, welche Apps die jeweils besten ihrer Kategorie sind.

Die beste App für Kinder – Olafs Abenteuer

Eine Empfehlung für kindertaugliche Apps abzugeben ist immer eine diffizile Angelegenheit. Wenn wir die generelle Frage nach dem richtigen Alter für den Einstieg in die digitale Welt einmal beiseite schieben, dann sollte es doch ein Programm sein, bei dem ein Kind unterhalten wird, aber auch kreativ sein muss und den Erkundungsdrang des Menschen ausleben soll. „Olafs Abenteuer“ von Disney erfüllt, wenngleich ein Spiel, dann doch diese Anforderungen.

Erforsche den Schnee

Olaf, der dreiteilige Held des Geschehens und Spielfigur, ist ein Schneemann. Deshalb beginnt man im ersten „Level“ in einer winterlichen Umgebung, quasi dem natürlichen Lebensraum des lustigen Gesellen mit Kohle-
knöpfen und Möhrennase. Ziel ist es, zehn magische Eiskristalle zu finden. Natürlich liegen die nicht einfach so in der Landschaft, man muss sie sich erarbeiten. Wie? Das ist eben nur durch Erkunden und Probieren herauszufinden. Gerade das macht ja das Wesen eines „Open World“-Spiels – wenn auch abgespeckt für Kinder – aus.

Nicht alles kostenlos

Sind die zehn „Eistaler“ beisammen, geht es leider nicht automatisch weiter. Um auch die verbleibenden drei Welten (neben den beiden Jahreszeiten Frühling und Sommer gibt es noch eine einem Schneemann angemessenere Umgebung mit einem zugefrorenen Teich) zu erkunden, muss bezahlt werden.

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Die beste Lern-App – Duolingo: Sprachkurse umsonst

Eine Sprache ohne Kontakt mit Menschen zu lernen, die sie gut sprechen, ist beinahe aussichtslos. Ein Dialog kann nicht ersetzt werden durch Einbahnpauken mit Vokabeln und Lektüre. Gut dass, es mit Duolingo eine App gibt, die dieses Versäumnis gar nicht erst aufweist. Denn in diesem Lernprogramm werden die verschiedenen Hürden des Spracherwerbs (Vokabeln, Grammatik, Hörverstehen, Verschriftlichung) mit unterschiedlichen Mitteln angegangen. Der Schüler muss nämlich in beide Richtungen übersetzen – teilweise mit vorgegebenen Bausteinen, aber auch frei – und auch nieder-schreiben, was ihm vorgesprochen wird. Die App ist so weit entwickelt, dass sie auch Alternativen erkennt und nicht nur eine einzige Lösung kennt (was für die Lernenden sehr frustrierend wäre). Am Anfang steht ein Test zur Ermittlung des Sprachniveaus (falls nicht Anfänger), die Intensität der täglichen „Fremdsprachdosis“ ist in vier Stufen (5 bis 20 Minuten pro Tag) regulierbar. Mit deutscher Hilfe lassen sich im Moment nur Englisch, Französisch und Spanisch lernen, mit englischer bleiben kaum Wünsche offen.

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Das beste Spiel 2016 – Fifa 17

Reus auf Götze, der zurück auf ­Castro, Schuss – und Neuer hält mit einer überragenden Parade. Fußball, wie er im Lehrbuch steht und wie ihn Millionen Spieler jeden Tag auf der Spielkonsole zu kopieren versuchen. Mit „FIFA 17“ klappt das einwandfrei. Der Transfer hinüber zum mobilen Endgerät ist naheliegend – und geglückt. EA Sports bringt unter dem Titel „FIFA Mobile“ das Spiel auf das Smartphone.

Neues Spielprinzip

Im Gegensatz zur mobilen Variante von „FIFA 16“, dem Vorgängermodell, haben sich die Entwickler für ein abgeändertes Gameplay entschieden. Es ist nun nicht mehr möglich, sofort in eine schnelle Partie zu starten. Vielmehr handelt es sich bei FIFA Mobile zuerst um ein rundenbasiertes Spiel mit echten Gegnern. Das heißt, Sie haben eine Halbzeit, um so viele Tore wie möglich zu schießen, dann ist Ihr virtuelles Gegenüber an der Reihe.
Die Defensive bleibt außen vor, Sie konzentrieren sich ausschließlich auf den Angriff, das nennt EA entsprechend „Angriffsmodus“. Zu Beginn lernt man so die Steuerung der Spieler. Um die Motivation zusätzlich hochzuhalten, gibt es „Live-Events“. Dabei muss man beispielsweise in Überzahl eine gewisse Anzahl an Toren erzielen oder verschiedene Ziele aus der Distanz treffen. Positiv absolvierte Aufgaben bringen Token, mit denen Sie Ihrer Mannschaft neue Stars spendieren. Anfangs steht nämlich noch eine absolute Stolpertruppe auf dem Platz. Das ist ein durchaus interessanter Ansatz, kann sich mitunter aber etwas in die Länge ziehen – vor allem, wenn man zur Gattung der Gelegenheitsspieler gehört.

Schießen, treffen, kassieren

Anders als auf der Konsole läuft das aber bei der Mobilvariante. Zu Beginn absolviert man lediglich die vordefinierten Aufgabenstellungen. Ab Level 5 wird allerdings eine virtuelle Liga freigeschaltet, den Saison-­Modus gibt es ab Level 8. Dann können Sie sich auch über 90 Minuten mit Freunden und anderen Spielern duellieren.

Die Fortschritte sind an sich schnell er-reicht, allerdings ist es auch dann nicht möglich, stundenlang durchzuspielen. Dafür fehlt dem Team schnell die nötige Energie, die in Form eines Blitzes dargestellt wird. Jede Aufgabenstellung hat ihren Preis, ebenso wie die benötigten Blitze. Wer also schnell vorankommen will, wird nicht darum herumkommen, die Kreditkarte zu zücken.

In Sachen Spielphysik und Steuerung gibt es nichts zu bemängeln. Die Spieler reagieren akkurat auf die Befehle, die Laufwege sind stimmig, Ballbehandlung und Feingefühl einwandfrei simuliert. Die Steuerung hat sich über die Jahre kaum verändert und ist ohnehin an die der Konsolen-games angelehnt. Anfänger sollten damit keine Probleme haben.

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Das innovativste Spiel – Pokémon Go

Wer das vergangene Jahr nicht auf dem Mond verbracht hat, kann das Phänomen Pokémon Go nicht übersehen haben. Kein Spiel der letzten Jahre hat eine derartige Begeisterungswelle ausgelöst. Das Game des Herstellers Niantic unterscheidet sich von der Konkurrenz hauptsächlich dadurch, dass es in der realen Welt gezockt wird. Ihre Spielfigur erscheint in einer Map auf dem Bildschirm an Ihrer GPS-Position und bewegt sich mit Ihnen mit. Von Zeit zu Zeit erscheinen bei aktivierter Applikation kleine Pokémon-Tierchen, die Sie in ein Gefecht verwickeln können, indem Sie sie antippen. Sie bewerfen die Pokémon per Swipe-Geste mit Bällen, um sie zu fangen. Wie erfolgreich Sie damit sind, entscheidet mehr oder weniger der Zufall. In sogenannten „Pokéstops“ erhalten Sie im Vorbeigehen neue Bälle und andere Items. Die gesammelten Tiere kann der Spieler aufpäppeln und in „Arenen“ kämpfen lassen, um diese für sein Team einzunehmen.

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Das beste Action-Spiel – Grand Theft Auto: San Andreas

Mit „GTA San Andreas“ kommt ein ehemaliges PS2-Game auf unsere Smartphones. Sie schlüpfen in die Rolle des Protagonisten Carl Johnson. Carl hatte eigentlich genug von Bandenkriegen, Drogen und Korruption. Doch der gewaltsame Tod seiner Mutter treibt ihn wieder zurück in seine Heimatstadt. Nun entscheiden Sie, welchen Weg der Ex-Ganove einschlägt.

Um sich das ein oder andere Scheinchen dazu zu verdienen, erledigen Sie Aufträge und arbeiten sich hoch. Denn Respekt und Ansehen ist alles in Kreisen der San Andreas-Mafia.

Die Vorgänger (GTA3, Vice City) waren schon sehr gelungen. Mit diesem Titel legt Rockstar Games noch eins drauf. Die Grafik ist top, wenngleich schwächere Geräte auch schon mal straucheln. Und auch die Steuerung von Carl, sowie der zahlreichen fahrbaren Untersätze wurde gut umgesetzt. Das Game soll bis zu 70 Stunden Spielspaß garantieren.

Ein Must have für alle Fans von GTA. Die Investition von 6 Euro lohnt sich allemal.

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Das beste Puzzle-Spiel – Mekorama

Dieses Spiel hat auf Google Play eine User-Wertung von 4,7 und das bei 120.000 abgegebenen ­Stimmen. Das kommt nicht von ungefähr: Was der Hersteller an grafischen Feinheiten – noch dazu in 3D – auf das Display zaubert, ist aller Ehren wert. Die Aufgabe des Games klingt einfach: Man muss auf einem Objekt einen kleinen Roboter von A nach B führen, wobei die Punkte meist weit voneinander entfernt liegen. Dabei ist es nie einfach, die entsprechenden Wege zu finden. Man wandelt auf Treppen und Plateaus, durch Gänge und muss Lifte und Hebebühnen aktivieren, um überhaupt voranzukommen. Klar, je weiter man vorankommt, desto komplexer werden die Gebilde desto kniffeliger die Aufgaben. Aber es gibt Hinweise, die man sich allerdings zunächst erspielen muss. Bemerkenswert ist aber außer dem Spiel selbst das Bezahlsystem: Der Autor will, dass der Spieler selbst bestimmen soll, wie viel ihm die Unterhaltung wert ist. Insofern hat man die Wahl zwischen einem, 2, 4, 8, 16 und 32 Euro. Oder aber man ist mit dem Spiel nicht zufrieden und zahlt gar nicht. Ist aber unwahrscheinlich.

2016-05-20 21.43

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