CameraV

Hartmut Schumacher 17. August 2015 0 Kommentar(e)

Das Guardian Project entwickelt hauptsächlich Software, die sich mit dem Schutz der Privatsphäre beschäftigt. Die neueste Guardian-App mit dem Namen „CameraV“ erlaubt es dir, beweiskräftige Fotos und Videos herzustellen. (kostenlos, ohne In-App-Käufe)

 

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Bei der App „CameraV“ handelt es sich nicht einfach nur um ein Programm, mit dem du Fotos und Videos anfertigen kannst. Vielmehr ist die Software in der Lage, die aufgenommenen Fotos und Videos mit zusätzlichen Daten anzureichern, um später ihre Korrektheit beweisen zu können.

Das erledigt die App, indem sie zusammen mit den Fotos und Videos weitere Daten speichert, die ihr die diversen Sensoren des Smartphones zur Verfügung stellen. Also unter anderem Ortsangaben sowie Informationen über WLAN-Router, Mobilfunkmasten und Bluetooth-Geräte in der Nähe, über die Bewegungen des Smartphones, über die Helligkeit der Umgebung und über die Temperatur. Diese Informationen lassen sich auch unabhängig von den dazugehörigen Fotos und Videos verschicken. Das ist nützlich in Situationen, in denen nur langsame Internet-Zugänge zur Verfügung stehen.

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Zielgruppe: Aktivisten und Journalisten

Gedacht ist CameraV vorrangig für Aktivisten, Journalisten und Anwälte, die beispielsweise Verbrechen oder Menschenrechtsverletzungen dokumentieren müssen. Die App ist aber auch gut geeignet für anderer Anwender, die (zum Beispiel bei Unfällen) visuelle Beweise benötigen – oder einfach ihre Fotos und Videos vor dem Zugriff neugieriger Mitmenschen bewahren möchten. Denn CameraV speichert die Fotos und Videos in verschlüsselter Form.

Die eingebauten Kamerafunktionen der App sind recht spartanisch. Du kannst stattdessen jedoch auch andere Kamera-Apps verwenden. Auch dann ist das automatische Sammeln der Sensordaten möglich – nicht aber das Verschlüsseln der Fotos und Videos.

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Fazit

Nicht jeder braucht eine derartige App. Wer sich jedoch oft in Situationen befindet, in denen er beweiskräftige Fotos benötigt, der ist für diese App dankbar – und sieht sicher auch gerne über die teilweise unausgereifte Bedienungsoberfläche hinweg.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.