App-Review: Napster

Peter Mußler 19. August 2015 0 Kommentar(e)
App-Review: Napster Androidmag.de 2.5 2.5 Sterne

Napster ist kein Unbekannter. Wurde der Musikdienst nicht schon lÀngst verboten? Wieso dann eine App? Hier die Antwort. (kostenlos, ohne In-App-KÀufe)

Unbenannt-1

Der Napster-Musik-Streaming-Dienst hat mit der ominösen MP3-Tauschplattform nichts zu tun, die im Verdacht steht, Ende des vergangenen Jahrtausends die klassische Musikindustrie, wie sie jahrzehntelang bestand, zu Fall gebracht zu haben. Bis auf das Logo vielleicht. Dennoch ging er aus ihm hervor, als Reaktion der Musikriesen auf den „Angriff aus dem Internet“ – Napster soll von 2002 an legal die Titel der großen Plattenfirmen vertreiben.

Screenshot_2015-07-21-15-28-28

Viel Musik

Doch zur App selbst: Nominell stehen mit ĂŒber 30 Millionen Titeln genauso viele zur VerfĂŒgung wie bei den anderen bekannten Streaming-Diensten wie Google Play Music oder Spotify, alleine man findet sich ĂŒber Napster nicht gut zurecht. Eine Geschmacksermittlung findet nicht statt, man muss also weitestgehend manuell nach dem suchen, von dem man weiß, dass man es finden möchte. Damit bleibt ein großer prinzipieller Vorteil der webbasierten Musikanwendung ungenutzt: Musik finden, die einem gefĂ€llt, von der man noch nicht weiß, dass es sie gibt.

Doch auch bei konkreter Suche mittels exakter Song-Titel fanden sich nicht die gewĂŒnschten Ergebnisse (obwohl es sich um populĂ€ren deutsche Hip-Hop handelte), mit einem Titelfragment (mehr weiß man ja oft nicht) kommt man ĂŒberhaupt nicht weiter. Zu allem Überfluss waren manche Musikdateien von Natur aus leiser als andere, z.T. so leise, dass man sie kaum hören konnte. Das GerĂ€t am Limit – was macht man dann ohne Regler in der App? Da nĂŒtzt auch der Equalizer nichts.

Fazit

Nicht die erste Wahl, auch nicht die zweite. Von der PopularitĂ€t des frĂŒheren Musikdienstes hat diese App nicht viel mitgenommen.

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
Pete_Mag_bw_160

Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschĂ€ftigt er sich gerne mit formschönen GerĂ€ten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes AlugehĂ€use. Als Redakteur fĂŒr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.