App-Review: Tidal

Peter MuĂźler 26. August 2015 0 Kommentar(e)
App-Review: Tidal Androidmag.de 4 4 Sterne

Musik streamen ist in, niemand kauft heutzutage noch Musik-CDs. Ja, Schallplatten vielleicht schon wieder, retrospektiv gesehen. Aber die Mehrheit streamt, von Spotify und Co. Einer dieser CO ist der Dienst Tidal (kostenlos, ohne In-App-Käufen).

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Der jüngste Streaming-Dienst im Test (er wurde erst 2014 ins Leben gerufen) macht zunächst einmal durch sein Zwei-Preis-System auf sich aufmerksam: Neben dem Standard-Abo für die obligatorischen knappen zehn Euro pro Monat wird ein doppelt so teures angeboten. Dahinter verbirgt sich eine Qualitätsoffensive, die selbst Klang-Connaisseure vom Musik-Streaming überzeugen soll, also die Menschen, die sich bewusst gegen Musik im komprimierten Format entscheiden, weil sie beim Hören Unterschiede zwischen gestauchten Dateien und denen mit Full Size-Sound wahrnehmen können. Für fast 20 Euro im Monat kommt man als Tidal-Kunde also in den Genuss von Musik in CD-Qualität, es gibt keinen Kompressionsverlust. Sieht auf den ersten Blick auch wie der teuerste Dienst aus – zumindest wenn man auf die zweite Preisangabe schaut.

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Die Auferstehung

In puncto Musikentdeckung bietet der Anbieter in seiner Rubrik „Rising“ den Musikern eine Plattform, die bereits eine Fanbase haben, aber den Durchbruch noch nicht geschafft haben. Unter „Discovery“ werden Musiker ohne Label-Vertrag ins Spotlight gerückt. Daneben gibt es auch hier Playlists für gewisse Gemütslagen und Anlässe, eine Systematik, die auf Genres beruht, aber nichts, was sich konkret „Radio“ nennt. So etwas vermisst man aber nicht wirklich. Auffallend sind bei Tidal Videos, die auch bei anderen Diensten unterstützt werden, hier aber besonders prominent platziert sind.

Fazit

Tidal ist die App fĂĽr Musik-Aficionados, die sich nicht mit komprimierenden Datei-Format arrangieren wollen, sondern den vollen Genuss des CD-Klanges ĂĽberall und jederzeit erleben wollen.

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Peter MuĂźler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.