Google Spotlight Stories

Hartmut Schumacher 19. Juni 2015 0 Kommentar(e)
Google Spotlight Stories Androidmag.de 4.5 4.5 Sterne

Konventionelle Filme sind dir zu unflexibel? Dann wird dir die App „Google Spotlight Stories“ gefallen, die dir einige Aufgaben eines Regisseurs überlässt. (kostenlos, mit erweiternden In-App-Käufen)

Unbenannt-1

„Google Spotlight Stories“ will eine „neue Form des Geschichtenerzählens“ bieten, die „speziell für Mobilgeräte geschaffen wurde“. Was bedeutet das in der Praxis? – Mit der App kannst du Kurzfilme anschauen. Die Besonderheit dabei: Du darfst dich fast vollkommen frei in den Filmszenen bewegen. Je nach Film und Szene bedeutet dies entweder, dass du selbst bestimmen kannst, in welche Richtung du gerade schaust. Oder aber, dass du sogar entscheiden darfst, welcher Figur du folgst. Steuern kannst du dies durch Bewegen des Smartphones – und teilweise auch durch Ziehen des Fingers auf dem Bildschirm.

Das ist alles sehr amüsant. Und hat auch den Reiz des Neuen. Allerdings gibt es durchaus gute Gründe dafür, dass in konventionellen Filmen der Regisseur und der Cutter die Entscheidungen treffen, was wann zu sehen ist. Spannung und eine sinnvolle Dramaturgie lassen sich mit dieser herkömmlichen Methode besser aufbauen. Die Spotlight-Filme wirken teilweise eher wie Spiele, in denen die Eingriffsmöglichkeiten des Spielers allerdings sehr begrenzt sind.

Google Spotlight Stories - 01

Bislang vier Filme

Derzeit stehen vier Filme kostenlos zum Herunterladen bereit. Weitere (kostenpflichtige) Filme sollen folgen. – Bei drei der vier bislang verfügbaren Filme handelt es sich um Zeichentrickfilme. Am beeindruckendsten in vieler Hinsicht ist das vierte Werk – ein Realfilm namens „Help“.

Google Spotlight Stories - 02

Fazit

„Google Spotlight Stories“ ist technisch faszinierend. Und eine gewisse Zeit lang bereitet das Herumspielen mit den Kurzfilmen viel Vergnügen. Für längere und komplexere Filme ist diese Technik jedoch noch nicht so gut geeignet.

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_HS

Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.