App-Review: Schutzranzen Autofahrer App

30. April 2016 0 Kommentar(e)
App-Review: Schutzranzen Autofahrer App Androidmag.de 4.5 4.5 Sterne

Noch immer verungl├╝ckt in Deutschland alle 18 Minuten ein Grundschulkind im Stra├čenverkehr. Und jeden 4. Tag wird sogar ein Kind get├Âtet. F├╝r die Coodriver GmbH Grund genug, eine App zu entwickeln, die Autofahrern hilft, Gefahrenstellen im Stra├čenverkehr fr├╝hzeitig wahrzunehmen um Unf├Ąlle zu meiden (kostenlos, keine In-App-K├Ąufe).

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Die App macht Schulkinder f├╝r Autofahrer sichtbar, selbst wenn sie sich noch hinter einem am Stra├čenrand parkenden Auto befinden. M├Âglich wird dies, weil die App den Standort des Kindes wei├č. Den erf├Ąhrt sie ├╝ber einen GPS-Sender. Einerseits ├╝ber jenen des Smartphones. Dazu m├╝ssen Schulkinder lediglich die App auf ihr Smartphone herunterladen. Das setzt aber voraus, dass jedes Kind ein Smartphone besitzt. Weil das nicht der Fall ist, gibt es andererseits auch eine smartphonefreie L├Âsung. Das ist ein im Schulranzen integrierter GPS-Sender, der ├╝brigens von der Coodriver GmbH kostenfrei verliehen wird. Jedenfalls wird die aktuelle Position an die Coodriver Cloud gesendet.

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Internet muss schneller sein als das Auto

Der Cloud Server berechnet den notwendigen Sicherheitsabstand zwischen Kind und Fahrzeug. Wird dieser unterschritten, warnt die in das Auto integrierte App vor dem Kind am Stra├čenrand, entweder ├╝ber ein optisches oder ├╝ber ein akustisches Signal. Und das hoffentlich lange bevor der Fahrer ein herannahendes Schulkind ├╝berhaupt erkennen kann. Sicherlich eine technische Meisterleistung, die trotzdem schnellstes Internet voraussetzt.

Vorinstalliert sind bereits digitale Schutzzonen für die 15.500 Grundschulen. Und damit die App nicht missbraucht werden kann, funktioniert  die Erkennung nur im Autofahrmodus, also nicht, wenn der PKW stillsteht.

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Mit Ortungsfunktion

Ein weiteres Feature der App ist die Elternfunktion mit Notruf und Ortung. Dazu l├Ąsst man sein Kind den am Handy angezeigten QR-Code einscannen und kann in der Folge dessen Notrufe empfangen und es orten. Ein ideales Tool f├╝r die sogenannten Helikopter-Eltern.

Damit Autofahrer in Zukunft nicht mehr ein┬á Smartphone und eine App ben├Âtigen, ist Volkswagen mit Coodriver eine strategische Partnerschaft eingegangen. Dabei ist die vollst├Ąndige Integration der App in das Anzeige- und Bedienkonzept der Autos geplant.

Fazit

Eine App, die Leben retten kann, ist eine gute App, und somit eine App, die jeder Autofahrer installieren sollte. Mehr kann man dazu nicht sagen. Datenschutzrechtliche Bedenken kann man hier zwar anmelden, man sollte jedoch wissen, dass alle Positionsdaten innerhalb von 24 Stunden wieder gel├Âscht werden.

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Gesch├Ąftsf├╝hrer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spa├č, dass er daf├╝r sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft nat├╝rlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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