App-Review: shopkick – Einkaufen 3.0

Redaktion 1. Dezember 2015 0 Kommentar(e)
App-Review: shopkick – Einkaufen 3.0 Androidmag.de 3.5 3.5 Sterne

shopkick versucht, einen Trend umzukehren. Das Internet hat viele Kunden vom Ladengeschäft in die Webstores geholt und zu einem “Einkaufen 2.0” geführt. shopkick will Einkaufslustigen digitale Anzeize bieten, sich zu Fuß in die Läden aufzumachen – Einkaufen 3.0 also (kostenlos, keine In-App-Käufe).

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Diese Überzeugungsarbeit leistet die App, indem sie kleine Belohnungen bereithält. Wer mit seinem Smartphone (und installierter App) eine Filiale von MediaMarkt, Saturn, Karstadt, Douglas oder Obi besucht, erhält von shopkick Punkte. Auch für das Scannen von Produkten im Geschäft und für deren Kauf gibt’s zusätzliche, “Kicks” genannte Punkte.

Kicks und Angebote

Diese Kicks lassen sich bei den teilnehmenden Händlern einlösen, wobei 35 Kicks etwa 14 Cent entsprechen. Zusätzlich verfügt shopkick über ein Sammelsurium an Rabattaktionen und präsentiert Einkaufenden nach dem Betreten eines Geschäfts passende Angebote. Studien aus den USA, wo shopkick große Erfolge feiert, legen nahe, dass shopkick-Nutzer um 50 bis 100 Prozent mehr Geld ausgeben als “gewöhnliche” Shopper.

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Wachstumsmarkt

In Deutschland ist shopkick noch nicht ganz so weit. Seit Herbst 2014 arbeiten Berliner shopkick-Mitarbeiter daran, die Liste der Kooperationspartner stetig zu verlängern. Dass sich die Anzahl und Größe der teilnehmenden Handelsketten direkt auf den Nutzen der App auswirken, liegt auf der Hand. Auch hier ist shopkick auf Wachstumskurs, es ginge noch mehr.

 

Handy hört mit

Anwender, die ihre digitale Privatsphäre hüten, werden um shopkick wohl einen Bogen machen. Die App hört nämlich mit und erkennt über Audiosignale im Eingangsbereich der Geschäfte, ob der Einkaufsbummler auch wirklich in die Filiale gegangen ist – oder nur daran vorbei. Das Punktesammeln generiert freilich ebenfalls persönliche Daten. shopkick erklärt zwar, an seine Partnerunternehmen keinerlei Anwenderdaten weiterzugeben. Insgesamt weiß die App aber viel über das Konsumverhalten häufiger Nutzer.

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Fazit

Schon jetzt hat shopkick auch deutschen Shoppern einiges zu bieten. Wer fleißig Kicks sammelt, spart damit reales Geld. Dass shopkick viel über den Anwender erfährt, ist der tatsächliche Preis, der dabei in Kauf zu nehmen ist.

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