App-Review: Google Allo

Tam Hanna 2. Oktober 2016 Kommentare deaktiviert für App-Review: Google Allo Kommentar(e)
App-Review: Google Allo Androidmag.de 5 5 Sterne

WhatsApp, Vyber und Co haben sich den IM-Markt gut aufgeteilt. Google möchte mit dieser App einen Teil vom Kuchen erobern. (kostenlos, ohne In-App-Käufe)

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Nach dem ersten Start von Allo musst du deine Telefonnummer verifizieren. Dies erfolgt durch Zusendung eines SMS, was auf unserem Testgerät nur wenige Sekunden in Anspruch nahm.

Im nächsten Schritt prüft die App, welche deiner Freunde den Dienst schon verwenden. Dabei dienen die Informationen deines Google-Kontos als Datenbasis: wer Gmail heftig nützt, darf sich an einer vollen Kontaktliste erfreuen

Umfangreiche Kommunikationsfunktionen

Das Versenden von Smileys und Textnachrichten lockt heute niemanden hinter dem Ofen hervor. Google begegnet diesem Problem durch zwei interessante Erweiterungen: erstens kannst du die zu versendenden Bilder mit handschriftlichen Notizen erweitern, zweitens kannst du die Größe der Schriftart durch Wischgesten anpassen. Dies funktionierte während unseres Tests allerdings noch nicht – es gibt aber Bildschirmfotos im Play Store, die das Funktionieren bestätigen.

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Mit künstlicher Intelligenz

Bots sind seit einiger Zeit in aller Munde. Allo bringt einen derzeit nur in englischer Sprache verfügbaren Assistenten mit, der die Wissensbasis der Google-Suchengine für sprachliche Anfragen eröffnet. Fragst du deinen Assistenten nach dem Wetter oder nach der Definition eines Worts, so führt er im Hintergrund automatisch eine Google-Abfrage durch, und zeigt die Antwort als „eingehende Kurznachricht“.

Wer viel auf Englisch kommuniziert, profitiert von der künstlichen Intelligenz auch auf eine andere Art und Weise. Allo analysiert Nachrichteninhalte, und schlägt passende Antworten vor: du sparst dir so das Immer-wieder-Eingeben von häufigen Antworten, was bei der Kommunikation mit der Lebensgefährtin sehr hilfreich ist.

Datenschutz?

Wer in Bezug auf seine Privatsphäre paranoid ist, muss mit diesem Programm extreme Vorsicht walten lassen. Google bekommt dadurch noch mehr Informationen in die Hände – desto mehr der Konzern über dich weiß, desto genauer ist sein Profil.

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Fazit

Viber und Co. müssen sich warm anziehen. Auch wenn Allo im Moment noch die eine oder andere Kinderkrankheit aufweist, ist es ein sehr solides Produkt. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann es mit jeden Android-Smartphone ausgeliefert wird.

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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