App-Review: Peach

Hartmut Schumacher 5. März 2016 0 Kommentar(e)
App-Review: Peach Androidmag.de 4 4 Sterne

Die App „Peach“ erlaubt es dir laut ihrem Hersteller, mit Freunden „auf eine echte und persönliche Weise“ in Kontakt zu bleiben. Was dürfen wir uns darunter denn vorstellen? (kostenlos, ohne In-App-Käufe)

Unbenannt-1

Mit „Peach“ kannst du prinzipiell zwei Dinge tun: Erstens darfst du deinen Freunden kleine Bildnachrichten schicken. Und zweitens kannst du ähnlich wie in einem Blog Texte und Bilder veröffentlichen, so dass deine Freunde sie bestaunen können.

„Kleine Bildnachrichten? Zusätzlich zu normalen Textnachrichten, meinst du wahrscheinlich?“ – Nein. Du bist tatsächlich darauf beschränkt, deinen Freunden jeweils eines der neun vorgegebenen Bildchen zu senden, darunter Küsse, Kuchen und Konfetti. Texte dagegen kannst du nicht verschicken. – „Hm, … Ok.“

Peach 01

Zauberwörter

In dem Blog-ähnlichen Teil der App darfst du nicht nur selbstgeschriebene Texte und eigene Bilder posten, sondern auch diverse halbautomatisch eingefügte Zusatzinformationen. Die Besonderheit der App besteht darin, dass du diese Infos mit Hilfe von sogenannten „Zauberwörtern“ einfügen kannst: Wenn du zum Beispiel das Wort „image“ oder „gif“ tippst, dann kannst du ein Bild oder eine Animation einfügen. Du gibst dabei das Thema vor, und die App sucht dir passende Bilder aus den Weiten des Internets heraus.

Andere Zauberwörter fügen das Datum und die Uhrzeit ein oder aber Infos über das Wetter in deiner Stadt, den Ladezustand deines Smartphone-Akkus, animierten Text, Informationen über deine sportlichen Erfolge (übernommen von „Google Fit“), die Anzahl deiner Termine für den aktuellen Tag oder den Namen und den Interpreten eines Musikstücks, das gerade in deiner Nähe zu hören ist.

Einen solchermaßen entstandenen Blog-Eintrag dürfen deine Freunde nicht nur stumm bewundern, sondern auch kommentieren oder mit einem Herzsymbol markieren.

Peach 02

Praktisch?

Das macht Spaß und ist relativ originell. Über kurz oder lang stellt sich dann aber die Frage, ob es nicht doch praktischer wäre, diese Zusatzinformationen einfach mit Hilfe einer Werkzeugleiste oder eines Menüs einzufügen, statt sie durch Schlüsselwörter aufrufen zu müssen.

Auch fürs iPhone und für PCs

Das alles funktioniert plattformübergreifend. Denn die App ist sowohl für Android- als auch für iOS-Geräte verfügbar. Unter der Internet-Adresse peachwww.com gibt es zudem eine halboffizielle Möglichkeit, auch vom PC aus Posts zu lesen und zu verfassen (allerdings noch ohne die Unterstützung der Zauberwörter).

Fazit

Peach ist eine originelle Mischung aus sozialem Netz und (sehr) spezialisiertem Messenger. Dabei erweist sich die App eher als unterhaltsam denn als wirklich praktisch. Wenn es dir gelingt, eine größere Anzahl von Freunden dazu zu bewegen, ebenfalls diese App zu benutzen, dann dürftet Ihr – zumindest für eine gewisse Zeit lang – viel Spaß miteinander und mit den Zauberwörtern haben.

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_HS

Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.