App-Review: Gyrosphere Trials

Tam Hanna 21. Februar 2016 0 Kommentar(e)
App-Review: Gyrosphere Trials Androidmag.de 4 4 Sterne

Dieses Actionspiel ist eine Neuauflage von Kugelkasten-Klassikern wie Neverball. Eine kleine Kugel muss durch ein abenteuerliches Level ans Ziel gebracht werden.  (kostenlos, mit aggressiven In-App-Käufen)

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Die Aufgabe mag auf den ersten Blick einfach klingen, doch sie wird durch den Umstand erschwert, dass die Kugel physikalisch korrekt rollt. Wenn du also beispielsweise einen Abhang abwärtsrollst, musst du der Geschwindigkeitssteigerung durch dosiertes Bremsen Einhalt gebieten.

Gemeines Leveldesign

Während die ersten Einsätze vergleichsweise harmlos ausfallen, zeigt das Game schon bald Zähne. Da werden schon mal Hindernisse und Abhänge direkt hinter Sprungschanzen platziert. Bist du an dieser Stelle zu schnell, fällst du nach der Landung ins Bodenlose. Aber auch Langsamkeit wird nicht belohnt, denn dann gehst du möglicherweise vor der vorgegebenen Landezone zu Boden.

Das in der Theorie recht friedfertige Spiel wird durch einen mitlaufenden Zähler zur Stressorgie. Das heißt, nur wer die Levels richtig flott absolviert, bahnt sich den Weg zu neuen Highscores.

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Gierige Monetisierung

Die Grafik des Spiels liegt im Gro√üen und Ganzen im Rahmen dessen, was man von den gro√üen Vorbildern wie Neverball kennt. Allerdings betritt GyroSphere bei der Steuerung Neuland. Denn du steuerst deine Kugel nicht durch Neigen des Phones, sondern musst vielmehr wilde Swipe-Orgien vollf√ľhren. Diese seltsam anmutende Navigationsmethode erweist sich in der Praxis als √ľberraschend pr√§zise.

Der am Bildschirm eingeblendete Zähler verheißt wahrlich nichts Gutes. Denn das Verlieren eines Balls reduziert seinen Wert. Und ist er erst einmal auf Null, ist Schluss mit Weiterspielen. Und weil pro Tag nur 20 Bälle spendiert werden, hast du in der Praxis nur wenige Minuten kostenlosen Spielspaß.

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Fazit

GyroSphere Trials ist eines dieser Spiele, die eigentlich eine Bestbewertung verdient h√§tten. Der rum√§nische Entwickler verspielt einen sicheren F√ľnf-Sterne-Hit mit zu gieriger Monetisierung. Wer allerdings einen Time-Waster f√ľr wenige Minuten braucht oder einfach zu viel Geld herumliegen hat, der ist bei diesem Spiel trotzdem gut aufgehoben.

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna befasst sich seit dem Jahr 2004 mit der Entwicklung und Anwendung von Handcomputern. Er steht unter tamhan@tamoggemon.com jederzeit f√ľr Fragen, Trainings und Vortragsanfragen zur Verf√ľgung.