N.O.V.A. 3 (Spiel der Woche)

Tam Hanna 15. August 2012 0 Kommentar(e)
N.O.V.A. 3 (Spiel der Woche) Androidmag.de 4 4 Sterne

In ‚N.O.V.A. 3‘ hast du die Chance, die Erde vor den bösartig einfallenden Aliens zu beschützen und zu befreien. (€ 5,49)

Schon zu Zeiten des Palm IIIc übte die Kombination von Ego-Shooter und Handhelds geradezu magische Anziehungskraft auf Entwickler aus. Was am PC mit Maus und Tastatur ohne Probleme spielbar ist, wird auf portablen Geräten mit Touchscreens allerdings oft zu einem frustrierenden Kampf mit der Steuerung.

Von Aliens und Menschen

Die hinter NOVA III stehende Story ist simpel: Aliens fallen auf die post-apokalyptische Erde ein und ein an sich längst ausgewanderter Kommandant kehrt zurück, um die rot leuchtende Brut aufzumischen. Damit ist an sich schon mehr als genug Hintergrund für die Ballerei gegeben und es kann losgehen!

Trotzdem erzählt GameLoft die Geschichte im Spielverlauf immer weiter. Dazu werden sehr witzige englische Sprachsamples gespielt, die von eher lieblos gemachten Textunterlegungen
„übersetzt“ werden. Der Grund dafür: Die Spiel-Engine erledigt im Hintergrund diverse Ladetätigkeiten. Diese dauern auf einem Galaxy SII bis zu einer Minute. Solche Ladezeiten sind für aktuelle Egoshooter selbst am PC nicht unüblich.

Die gegnerischen Aliens sind alles andere als hübsch - ich würde ihn jedenfalls nicht als Nachbar wollen.

Die gegnerischen Aliens sind alles andere als hübsch – ich würde ihn jedenfalls nicht als Nachbar wollen.

Grafik und Missionen

Die von NOVA III verwendete Grafik-Engine überzeugt voll und ganz: Die dreidimensionalen Spielwelten beeindrucken mit extrem detailreichen Texturen. Auch die Explosionen und sonstigen Effekte sind sehenswert, insbesondere bei den Transparenzeffekten ist es aber geradezu schade, dass man sie aufgrund des hohen Spieltempos nicht länger zu Gesicht bekommt.

Manche Missionen muss man im Rudel erledigen. Hier gilt es einen Hacker vor Aliens zu beschützen.

Manche Missionen muss man im Rudel erledigen. Hier gilt es einen Hacker vor Aliens zu beschützen.

Die Grafik-Engine überzeugt voll und ganz!

Waffenfetischisten kommen hier mit hundertprozentiger Sicherheit voll auf ihre Kosten: GameLoft bietet eine riesige Auswahl an Waffen, die von der simplen Pistole bis zu Raketenwerfern und Scharfschützengewehren reicht. Logischerweise ist die Munition begrenzt. Wer allzu viel herumballert, hat bald nur mehr den primitiven Blaster zur Hand.

Und wer überhaupt auf sture Waffengewalt verzichten will, kann alternativ auf „Fähigkeiten“ zurückgreifen. Damit kann man die Zeit verlangsamen, Gegner paralysieren oder „von der Platte fegen“. Eine derartige Flexibilität ist auch am PC nicht selbstverständlich. Mit dieser Ausrüstung bewehrt, darf man diverse Missionen erledigen: Einmal wollen Aliens ausgeschaltet werden, ein andermal ist ein unbewaffneter Ingenieur zu beschützen. Manchmal trifft man auch auf überdimensionale Roboter, die mittels Raketenwerfer eliminiert werden. Über die stellenweise versteckten Fallen wollen wir gar nicht erst reden…

Bemerkenswert ist, dass sich die Gegner überaus intelligent verhalten und beispielsweise in Deckung gehen, wenn der Spieler aufkreuzt – so kann man sich bis zu einem gewissen Grad auch für den ebenfalls integrierten Multiplayermodus vorbereiten.

Steuerung?

Die Achillesferse der meisten mobilen Ego-Shooter ist und bleibt die Steuerung. GameLoft ist sich dieses Problems offensichtlich bewusst – die Lebensenergie des Spielers regeneriert sich sehr schnell, was das Einstecken einzelner Treffer nicht allzu kritisch macht. Um den Protagonisten zu bewegen, schiebt man ein Steuerkreuz auf dem Bildschirm herum. Auf der anderen Seite des Touchscreens sitzt ein zweites Steuerelement, mit dem man das Fadenkreuz bewegt. Der Feuerbutton ist ebenfalls dort. Da er in unmittelbarer Nähe zu den Fähigkeitstoggles sitzt, kommt es in der Hitze des Gefechts schon mal zu Fehlbedienungen. Zum Ausschalten von weit entfernten Gegnern empfiehlt sich der Zielmodus: Er ermöglicht das Anvisieren wie in einem „Zielfernrohr“, das kann oft sehr nützlich sein.

Die Steuerung ist anfangs gewöhnungsbedürftig, allerdings in Summe ganz gut.

Die Steuerung ist anfangs gewöhnungsbedürftig, allerdings in Summe ganz gut.

Fazit

Obwohl die Steuerung zeitweise hakt, macht das 2 GB große NOVA III jede Menge Spaß. Die Grafik ist exzellent, die Missionen sind abwechslungsreich. Wer Egoshooter mag, wird mit dem Spiel sicher Freude haben. Allerdings: Bei einem Preis von gut 5 Euro hätte sich GameLoft die In-App-Purchases sparen können – dafür gibt es keine Entschuldigung und einen ganzen Punkt Abzug.

Video-Review

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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