App-Review: Glowing Darkness

19. Dezember 2015 0 Kommentar(e)
App-Review: Glowing Darkness Androidmag.de 4.5 4.5 Sterne

„Glühende Dunkelheit“, was kann damit wohl gemeint sein? Soviel vorweg, wir haben es hier mit  einem leuchtstarken Unterwasser-Spaß zu tun. Aber auch mit einem Logikspiel-Abenteuer – und mit strahlenden Tintenfischen (kostenlos, mit mäßigen In-App-Käufen).

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Denn die Tintenfische sind die einzige Lichtquelle in den Untiefen der Meere. Moment, diese Kopffüßler senden doch einen Tintenstrahl und keinen Lichtstrahl aus. Korrekt, doch wir wandeln die Tinte zum Zwecke der besseren Spielbarkeit in Licht um. Unsere Aufgabe ist es, diesen Lichtstrahl mithilfe einzigartiger Lebewesen auf das Endziel jedes Levels zu lenken.

Licht ins Dunkel

Klar, dass dieses Ziel nicht direkt auf diesem Lichtstrahl liegt. Vielmehr müssen wir ihn mithilfe besonderer Flunderfische, kunstvoll verzierten Spiegeln, Splitter und Teleporter umlenken, um den Hindernissen auszuweichen. Korallenriffe und Algenteppiche versperren schon mal den Weg des Lichts. Dann ziehen wir einfach via Drag and Drop einen Spiegel in den Lichtstrahl und lenken ihn damit um 90 Grad um. Sogenannte Splitter wiederum erlauben, den Lichtstrahl in zwei Streifen aufzuteilen. Andere Hilfsmittel fangen wiederum zwei Strahlen ein und leiten beide in einem einzigen mit einem Winkel von 90 Grad weiter. Derlei Hilfsmittel ermöglichen uns, schließlich den Strahl auf das Levelziel in Form einer kleinen Krabbe zu lenken.

Einfach ist dies indes nicht gerade, denn mit jedem Level kommen neue Herausforderungen dazu. Andererseits gibt es vielfältige Möglichkeiten, um den Lichtstrahl ins passende Ziel zu lenken. Es muss nicht zwingend die schnellste sein.

Screenshot: androidmag.de

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Physik oder Bauchgefühl

Wichtig ist, dass wir eine ungefähre Ahnung von der Reflexion des Lichts haben, also dass Einfallswinkel gleich Reflexionswinkel ist. Das sind Grundkenntnisse der Physik, aber wer damit nichts anfangen kann, der kann sich immer noch auf sein Bauchgefühl verlassen.

Aber nicht nur die Reflexion des Lichts ist ein Thema, auch die Spaltung des Lichts in die sogenannten Spektralfarben kommt ins Spiel. Denn um keine Langeweile aufkommen zu lassen, müssen manche Lichtstrahlen eine andere Farbe bekommen. Nichts einfacher als das, wir müssen nur die entsprechenden Farbstrahlen richtig mischen. Wir kennen das: Gelb und Rot ergeben Orange – Blau und Rot bekanntlich Lila. Wir platzieren also sogenannte Farbmixer, um die entsprechende Farbe zu erzielen.

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Ohne Schlauch geht’s auch – nicht

Ganze 130 Puzzle-Aufgaben fordern unseren Geist. Da kann es schon mal vorkommen, dass man auf dem Schlauch steht. Ja, die liegen auch am Meeresboden herum. Doch keine Sorge, wenn wir mal draufstehen, bemühen wir die Hinweise. Leider sind die zahlenmäßig stark eingeschränkt. Nur zwei stehen uns kostenlos zur Verfügung. Danach heißt es löhnen. Zehn Hints gibt es für rund 2 Euro, für 60 legen wir einen Fünf-Euro-Schein hin. Letzteres ist die bessere Wahl, mit zehn Hinweisen kommt man nicht weit.

Screenshot: androidmag.de

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Fazit

Ein buntes Adventure, das unter Wasser angesiedelt ist, was aber spieletechnisch vollkommen irrelevant ist. Hier geht es nur darum, Licht mithilfe von Spiegeln und anderen Hilfsmitteln ins Ziel zu lenken. Optisch ist das Setting allerdings sehr wohl von Bedeutung: eine bunte Unterwasserwelt erwartet und motiviert uns. Die Musikbegleitung stört uns auch keineswegs, im Gegenteil. Die Rätsel könnten gerne mal weniger anspruchsvoll sein, aber umgekehrt sorgt die Steigerung des Schwierigkeitsgrads für viel Abwechslung – und auch für Einnahmen des Herstellers.

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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