App-Review: Sticklings

Hartmut Schumacher 30. September 2016 Kommentare deaktiviert für App-Review: Sticklings Kommentar(e)
App-Review: Sticklings Androidmag.de 4.5 4.5 Sterne

„Sticklings“ ist laut Hersteller „ein einzigartiges Puzzle-/Arcade-Spiel“. Das entspricht nicht der Wahrheit. Aber das ist auch schon das einzig wirklich Negative, das sich über dieses Spiel sagen lässt. (kostenlos, mit In-App-Kauf zum Entfernen von Werbung)

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„Sticklings“ hat ein unverkennbares Vorbild: das Home-Computer-Spiel „Lemmings“, das im Jahr 1991 erschienen ist und sich zu einem der beliebtesten Spiele der 90er Jahre entwickelte.

Bei Sticklings hast du also die Aufgabe, eine Horde von kleinen Männchen in jedem der 35 Level sicher zum jeweiligen Ausgang zu geleiten. Zu diesem Zweck darfst du einzelnen Männchen bestimmte Fähigkeiten zuweisen:

So kannst du sie beispielsweise in die Lage versetzen, als lebendes Stoppschild zu dienen, damit ihre Artgenossen nicht in Abgründe stürzen. Oder Treppen zu bauen, um Höhenunterschiede zu überwinden. Oder Bomben zu werfen, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Sticklings - 01

Dies ist ein sehr tragfähiges Konzept, das alle Spieler glücklich machen dürfte, die prinzipiell Gefallen an Knobelspielen haben.

Der nennenswerte Unterschied zwischen Lemmings und Sticklings: Die Sticklings sind keine bunten Comic-Tiere, sondern eher schlicht gehaltene Strichmännchen, wie wir es von den Spielen des Herstellers Djinnworks gewohnt sind. Zudem ist die Grafik der Level nicht besonders abwechslungsreich.

Weitere Kritikpunkte: Wenn du die Hintergrundmusik ausschaltest, dann verstummen unerklärlicherweise auch die Spielgeräusche. Darüber hinaus ist es uns – im Widerspruch zu der Beschreibung im Spiel – nicht gelungen, durch das Angucken von Werbevideos Level freizuschalten.

Sticklings - 02

Fazit

Sticklings schnappt sich ein bewährtes Home-Computer-Spielprinzip und transportiert es ohne große Änderungen auf das Smartphone. Punkte für Originalität bringt das nicht, aber das mindert den Spielspaß nicht im Geringsten.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.