App-Review: Tengami

Redaktion 20. Dezember 2015 0 Kommentar(e)
App-Review: Tengami Androidmag.de 4 4 Sterne

Dieses Rätselspiel setzt auf die uralte japanische Papierfaltkunst namens Origami und versteht es mit kniffligen Aufgaben den Spieler in seinen Bann zu ziehen. Dabei sind vor allem seine Kombinationsfähigkeiten gefragt. (3,49 Euro, keine In-App-Käufe)

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Im Stil eines Faltbilderbuchs erzählt Tengami die Geschichte eines Mannes, der versucht, die Blüte eines alten Baumes wiederherzustellen. Ja, das ist die ganze Story. Doch diese dünne Suppe tut dem Rätselspaß keinen Abbruch, schließlich stützt sich die App auf eine Vielzahl von kleinen Rätseln – und so nebenbei auf die dem Auge des Betrachters schmeichelnden visuellen Effekte.

Dies offenbart bereits der erste Blick auf das Spiel: Einfache Formen, eine recht dezente Grafik und eine stimmungsvolle Beleuchtung lassen dich als Spieler in eine märchenhafte Welt abtauchen. Die Entwickler haben betreffend Grafik vor allem auf Details geachtet, selbst das (virtuelle) Papier weist eine feine Körnung auf.

Löse die Rätsel

Deine Aufgabe ist es, mit deiner Spielfigur durch die Papierwelt zu streifen. Mittels Doppeltipp weist du sie an, an eine bestimmte Stelle zu laufen. Oder sagen wir besser „zu gehen“, denn unser kleiner Protagonist aus Papier bewegt sich nur sehr zögerlich. Irgendwann kommt der Punkt, an dem du nicht mehr weiterkommst. Nun gilt es eines der vielen kleinen Rätsel zu lösen. Wenn du zum Beispiel von einem Wolf verfolgt wirst, dann klappst du einfach die Papierstiege zusammen, die ihm ermöglichen würde, auf deine Ebene vorzudringen. Erkennbar sind die verschiebenden Objekte immer an ihrem hellen Schein.

Die zu faltbaren Objekte können übrigens unterschiedlicher Natur sein. Während du das eine Mal nur ein Stein oder ein Windspiel bewegst, musst du das nächste Mal den gesamten Hintergrund ändern. Oder du klappst eine Brücke aus Papier auf, um über einen Fluss zu gelangen. Oder aber du blätterst mit einfachem Wischen vom Rand her einfach nur um.

Die Grafiken in diesem Spiel wirken wie aus einem Guss.

Die Grafiken in diesem Spiel wirken wie aus einem Guss.

 

Warum so langsam?

Tengami hat aber zwei kleine Schwachstellen. So musst du hin und wieder ein paar Stufen zurückgehen, um überhaupt weiterzukommen. Diese Vorgehensweise ist leider zu einem Stilmittel in diesem Genre geworden und macht die Rätsel ein wenig komplexer. Der zweite Kritikpunkt: Die Spielfigur bewegt sich wie erwähnt nur sehr schleppend. Eine Sprint-Funktion steht auf unserer Wunschliste ganz oben. Oder möchte uns das Spiel einfach nur beim Entschleunigen behilflich sein?

Ab und an gibt es auch knifflige Rätsel, die auf den ersten Blick nicht lösbar zu sein scheinen.

Ab und an gibt es auch knifflige Rätsel, die auf den ersten Blick nicht lösbar zu sein scheinen.

 

Fazit

Tengami bietet uns erfrischend neue Rätselkost, die uns für einige Stunden an das Handy fesselt. Erfreuen können wir uns auch an der wunderschön gestalteten Papierwelt und an dem unverwechselbaren Soundtrack aus der Feder des renommierten Komponisten David Wise. Der Spielspaß wird allerdings durch das langsame Tempo des Hauptdarstellers ein wenig getrübt.

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