App-Review: The Room Three

Redaktion 30. Januar 2016 0 Kommentar(e)
App-Review: The Room Three Androidmag.de 5 5 Sterne

Das waren noch Zeiten: Ganze Nächte hatte ich mir damals vor dem Computer mit dem Adventure-Klassiker „Myst“ um die Ohren gehauen. Ähnlich feuchte Augen bekomme ich, wenn ich mir die Spiele-App „The Room Three“ vorknöpfe. Was hat sich im Vergleich zu dem großen Vorbild geändert? Eigentlich nicht viel. (4,99 Euro, keine In-App-Käufe)

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Virtuelle Geisterbahn ohne Geister

Ein finsteres Gemäuer und ein paar Aufzeichnungen oder Hinweise sind alles, was wir haben. Oft genug stiften diese Fragmente mehr Verwirrung, als dass sie helfen. Von einer Handlung, die uns durch das Spiel trägt, kann erst keine Rede sein. Das ist eigentlich auch egal, denn auch ohne begleitende Story kann „The Room Three“ fesseln. Düstere Atmosphäre, passender Sound und grandiose Render-Grafiken sind alles, was benötigt wird, um einen potentiellen Spiele-Klassiker zu schaffen. Ach so: Und natürlich knackige Rätsel.

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Mehr Knobelspiel als Adventure

Durch die faktisch nicht vorhandene Handlung handelt es sich bei „The Room Three“ wohl eher um ein Knobelspiel als um ein Adventure. Der signifikante Unterschied besteht wohl darin, dass wir es hier nicht mit einem statischen und meist abstrakten Spielbrett zu tun haben, sondern mit einer greifbaren und erlebbaren Umgebung. Die Rätsel sind schwer – sehr schwer, um genau zu sein, doch sie lassen sich durch eifriges Probieren lösen. Dabei ist es den Machern gelungen, die Geduld des Spielers nicht über Gebühr zu strapazieren. Egal, wie deftig die nächste Herausforderung ist: Wir möchten einfach wissen, wie es weiter geht. Das war auch das gewesen, wodurch sich seinerzeit der zitierte Spieletitel „Myst“ aus der Masse der Adventure- und Rätselspiele hervorgetan hatte. Allerdings wurde hier nicht blindlings kopiert, vielmehr haben die Entwickler die Grundidee aufgenommen und daraus etwas Eigenständiges entwickelt.

Einzige Crux ist, dass auf dem relativ kleinen Display eines Handys der Spielspaß ein wenig auf der Strecke bleibt. Oft genug sind die Aufgaben viel zu filigran, um noch vernünftig gelöst werden zu können, wenn ein oder zwei Wurstfinger die relevanten Bildausschnitte verdecken. Wer kann, spielt daher besser auf seinem Tablet.

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Fazit

Grandioser Knobelspaß für Anspruchsvolle. Die knapp fünf Euro für die Anschaffung lohnen sich. Der Gegenwert ist ein Rätselspiel, das seinesgleichen sucht.

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