App-Review: LifeLine

Tam Hanna 15. Juni 2016 0 Kommentar(e)
App-Review: LifeLine Androidmag.de 4.5 4.5 Sterne

Ein auf einem fremden Planeten gestrandeter Astronaut findet ein Kommunikationsgerät, an dessen Ende – oh Wunder – dein Telefon hängt. Du hast in diesem Textadventure die unangenehme Aufgabe, ihn zurück auf die Erde zu bringen. (1,07 Euro, mit mäßigen In-App-Käufe)

Screenshot_2015-07-08-10-17-08

Lifeline blendet regelmäßig Meldungen vom Astronauten ein. Nach einer Vorstellungsrunde bittet er dich um Hilfe bei einer anstehenden Aufgabe. Du darfst durch zwei Buttons Aufgaben zuweisen, die er sodann schnellstmöglich umsetzt. Seine Arbeit läuft in Echtzeit ab: wenn du den Mann am Mond zur Erkundung eines Raumschiffs einsetzt, so vergeht einige Zeit.

Taktischer Tiefgang

Wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel über die Story verraten. Fürs Erste sei angemerkt, dass du es mit Außerirdischen und diversen anderen lustigen Figuren zu tun bekommst. Das Überleben deines Helden ist alles andere als sicher – insbesondere dann, wenn du nicht genug Nahrungsmittel und andere Ressourcen herbeischaffst.

Ob der packenden Erzählweise baust du binnen kurzer Zeit eine Beziehung zum Gestrandeten auf, die das Warten auf neue Ergebnisse in eine quälende Geduldsprobe verwandelt. Du musst das Spiel während des rund drei Tage dauernden Abenteuers nicht permanent laufen lassen – der Entwickler informiert dich per Notification über Neuigkeiten.

Screenshot_2015-07-08-10-17-20

Technisch anspruchslos

In den letzten Monaten haben Entwickler ihre Textadventures teilweise mit eindrucksvollen Grafiken versehen. LifeLine wirkt im Vergleich dazu primitiv – paradoxerweise trägt die nüchterne Gestaltung zum klaustrophobischen Gesamteindruck bei.

Der Entwickler des werbefreien Spiels verzichtet bewusst auf eine Übersetzung ins Deutsche. Einige Nuancen der Handlung lassen sich nur schwer in andere Sprachen übertragen.

Screenshot_2015-07-08-10-18-15

Fazit

Das in Echtzeit ablaufende LifeLine ist eine amüsante Neuauflage des klassischen Textadventures. Leider wird die Handlung des nur in englischer Sprache vorliegenden Games nach einem oder zwei Durchläufen repetitiv.

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_TH

Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna befasst sich seit dem Jahr 2004 mit der Entwicklung und Anwendung von Handcomputern. Er steht unter tamhan@tamoggemon.com jederzeit für Fragen, Trainings und Vortragsanfragen zur Verfügung.