Final Fantasy III (Spiel der Woche)

Tam Hanna 5. September 2012 2 Kommentar(e)
Final Fantasy III (Spiel der Woche) Androidmag.de 4 4 Sterne

Auch der RPG-Klassiker Final Fantasy III braucht Beine! Kämpfe dich zu Viert durch die Welt von Final Fantasy. (€ 12,99)

Das Rollenspiel Final Fantasy ist der Klassiker schlechthin – seit dem ersten Erscheinen auf dem mittlerweile antiken Nintendo Entertainment System gibt es alljährlich neue Versionen. Der Entwickler Square Enix bringt das Spiel nun erstmals aufs Smartphone. Die hier als Final Fantasy III bezeichnete Version erschien in Japan im Jahre 1993.

Die Handlung ist schnell erklärt: Ein Waisenjunge fällt in ein Loch im Boden, wo er auf Goblins und andere unfreundliche Zeitgenossen trifft. In der Höhle liegt außerdem ein Kristall, der merkwürdigerweise sprechen kann – und, wie sollte es anders sein, zur Rettung der Welt auffordert.

Das Spielkonzept

Final Fantasy ist ein Rollenspiel, das Real-Time-Elemente mit rundenbasierter Kampfmechanik kombiniert. In der Praxis funktioniert das so: Man erkundet mit seiner Spielfigur die Landschaft und darf sich dabei frei bewegen. Sobald man auf einen Gegner trifft, wechselt das Spiel in den Kampfmodus. Dort beharkt man sich rundenweise, bis der Gewinner feststeht – dann geht es wieder in den Echtzeitmodus zurück. Um das relativ große Gelände zwischen einzelnen Städten zu überqueren, stehen dem Spieler im Laufe der Zeit diverse Fahrzeuge und sogar ein Luftschiff zur Verfügung. In den Städten wartet eine Vielzahl verschiedener Aufgaben und NPCs. Man kann natürlich auch Items kaufen und verkaufen.

Im Kampfmodus weist man jedem Charakter – nach den ersten beiden Städten ist die Truppe vier Mann hoch – Ziele zu, die angegriffen werden. Danach „revanchieren“ sich die Gegner, und das Spiel beginnt von vorn. Um das Gameplay aufzulockern, kann man auch auf Magie und Items zurückgreifen, was insbesondere bei der am Ende des ersten Dungeons anzutreffenden Landschildkröte lebenswichtig ist.

Übrigens: Wer sich an Pokemon erinnert fühlt, liegt nicht falsch. Man könnte Final Fantasy durchaus als Pokemon für Erwachsene bezeichnen.

Wenn man in ein Loch fällt, so bricht man sich etwas. In Final Fantasy III ist das der Anfang eines besonderen Abenteuers.

Wenn man in ein Loch fällt, so bricht man sich etwas. In Final Fantasy III ist das der Anfang eines besonderen Abenteuers.

Steuerung

Das Spiel war ursprünglich für den PC vorgesehen. Aus diesem Grund ist es sehr menüzentriert. Will man Charaktere ausrüsten, mit neuen Fähigkeiten versehen und/oder heilen, muss man in das nicht gerade übersichtliche Menü einsteigen. Im Echtzeitmodus steuert man die eigene Figur – wie von Egoshootern oder anderen Rollenspielen gewohnt – über ein virtuelles Steuerkreuz. Steht man vor einem interessanten Gegenstand, erscheint ein Rufzeichen über dem Kopf der jeweiligen Spielfigur. Berührt man es, wird interagiert. Zum Aufspüren versteckter Items darf man mit Multi-Touch „in die Handlung hineinzoomen“. Dadurch kann man das eine oder andere Item finden, das nachher im Kampf verheizt oder dem nächsten NPC verkauft werden darf.

Im Kampf sieht man am unteren Bildschirmrand ein scrollbares Menü mit sechs Optionen. Dort darf man jedem Charakter Aufgaben zuweisen.

Kurz gesagt: Nachdem man sich ins Spiel eingearbeitet hat, ist die Steuerung nicht unangenehm (die repetitiven Kämpfe nerven jedoch extrem). Trotzdem merkt man, dass man es hier mit keinem reinen Mobiltitel zu tun hat.

Die Kommunikation mit NPCs ist wichtig, um mehr über die Spielwelt zu erfahren.

Die Kommunikation mit NPCs ist wichtig, um mehr über die Spielwelt zu erfahren.

Grafik und Sound

Technisch ist das Spiel – da ja eine Portierung – weitgehend am Stand von 1993 stehen geblieben. Wer aktuelle Shadereffekte erwartet, liegt bei diesem mit 170 MB für Androidverhältnisse kompakten Spiel völlig falsch.  Trotzdem ist die Grafik nicht schlecht – sie ist im Comicstil gehalten und transportiert jede Menge Stimmung. Die Soundeffekte und die Hintergrundmusik des Spiels sind eines Konsolentitels würdig. Den Entwicklern derartiger Spiele steht ja viel mehr Budget zur Verfügung – das merkt man schon an der exzellent gelungenen Geräuschkulisse.

Von Zeit zu Zeit trifft man auch auf Geister - diese können nützlich sein...

Von Zeit zu Zeit trifft man auch auf Geister – diese können nützlich sein…

Fazit

Für einen echten Fan der Serie gibt es hier keinen Entscheidungsspielraum: Er muss dieses Spiel haben, und zwar sofort. Für Nicht-Fans ist die Entscheidung weniger eindeutig. Final Fantasy ist zum Zuhause-Spielen entwickelt worden – und bedient sich deshalb wesentlich schwieriger als mobile RPGs. Wer sich vom Konzept angesprochen fühlt, kann trotzdem zugreifen – die sehr lange Spieldauer rechtfertigt den hohen Kaufpreis.

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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