House of Grudge

Tam Hanna 11. Juli 2015 0 Kommentar(e)
House of Grudge Androidmag.de 5 5 Sterne

Point and Click-Adventures sind seit dem beispiellosen Erfolg der Myst-Serie nicht aus der Welt der Computerspiele wegzudenken. Diese Variante ist richtig, richtig schaurig. (0,99 Euro, ohne In-App-Käufe)

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Wer „House of Grudge“ auf sein Smartphone herunterlädt, braucht ein besonders stabiles NervenkostĂĽm. Der Entwickler bewies bei der Gestaltung der Räume extremen Sadismus. Schon im ersten Level bekommst du es mit einer plötzlich auftauchenden Leiche zu tun. Wer sie versehentlich antappt, verliert Lebensenergie – ob des Schocks kann das schon mal vorkommen.

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Ăśberlebe durch Kombination

Die meisten Räume sind durch ein mehr oder weniger kompliziertes Schlüsselsystem abgesichert. Der Weg zu ihrer Lösung besteht darin, die in diversen Gegenständen versteckten Hinweise zu finden und korrekt miteinander zu kombinieren. So musst du in einem Fall ein Bild mit einer skelettierten Hand streicheln, um das unter einer Staubschicht versteckte Codewort zum Entsperren eines Schlosses offenzulegen.

Wie in den meisten Point and Click-Spielen gibt es auch hier ein Inventar, in dem diverse Items auf ihre Entdeckung und Nutzung warten. „House of Grudge“ bietet hier enorme Komplexität: Manche Items müssen erst zerlegt und dann kombiniert werden, damit sie ihre nützliche Wirkung entfalten.

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Nur indoor spielbar

Die Grafik erinnert an klassische Ölgemälde. Leider lässt sie sich nicht stufenlos zoomen – in den meisten Räumen gibt es eine Nah- und eine Fernansicht. Ob des dunklen Farbschemas lässt sich das Spiel auch auf Telefonen mit extrem hellen Bildschirmen im Freien nicht wirklich spielen: ein Game für Leute, die gerne in Innenräumen und mit Kopfhörern zocken. Dort kommt der schaurige Sound auch besonders zur Geltung.

Leider blendet das für einen Euro erhältliche und ohne In-App-Käufe auskommende Spiel von Zeit zu Zeit Werbebanner ein – das ist ein nicht unerhebliches Ärgernis, da das Spiel ja nicht kostenlos ist.

Fazit

Freunde schauriger Point and Click-Adventures mit richtig starken Nerven werden „House of Grudge“ lieben. Das Spiel ist ein Meisterwerk der Angst.

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna befasst sich seit dem Jahr 2004 mit der Entwicklung und Anwendung von Handcomputern. Er steht unter tamhan@tamoggemon.com jederzeit fĂĽr Fragen, Trainings und Vortragsanfragen zur VerfĂĽgung.