Pokémon Go

Tam Hanna 27. Juli 2016 0 Kommentar(e)
Pokémon Go Androidmag.de 5 5 Sterne

Ingress zeigte den Erfolg von VR-Spielen. Dessen Hersteller Niantic greift nun abermals in die Gefechte ein: Als Werkzeug der Wahl dient eine Lizenz f√ľr Nintendo’s Pok√©mon-Universum. Das Resultat ist ein AR-Spiel, in dem du den in deiner Umgebung lauernden Pok√©mon auf die Pelle r√ľckst. (kostenlos, mit erweiternden In-App-K√§ufen)

Unbenannt-1

Pokemon Go unterscheidet sich von den Gameboy-Klassikern, weil das Spiel in der realen Welt gezockt wird. Deine Spielfigur erscheint in einer Map auf dem Bildschirm an deiner GPS-Position und bewegt sich mit dir mit.

In der Umgebung finden sich an sogenannte Pokestops, die du bei ausreichend geringem Abstand durch Antippen aktivieren kannst. Der Lohn deiner M√ľhen sind Items, die du dazu nutzen kannst, um Pok√©mons zu fangen und weiterzuentwickeln.

Eine Frage der Umgebung

Aus dieser Beschreibung folgt, dass der Wert von Pok√©mon Go stark von deinem Wohnort abh√§ngig ist. Wenn du etwa jeden Tag eine l√§ngere Strecke mit dem Bus f√§hrst, die durch „historisch interessante“ Umgebung f√ľhrt, kommst du leichter an Items. Schwieriger wird es hingegen, wenn du weit abseits einer Stadt beheimatet bist.

Von Zeit zu Zeit erscheinen bei aktivierter Applikation zudem kleine Pokémon-Piktogramme, die du in ein Gefecht verwickeln kannst, indem du sie antippst. Pokémon Go unterscheidet sich an dieser Stelle vom Klassiker, da du die Pokémon per Swipegeste mit den Bällen bewirfst. Wie erfolgreich du damit bist, entscheidet mehr oder weniger der Zufall.

Screenshot_2016-07-13-17-05-17

Arena-Gefechte

In Pok√©mon Go geht es nicht nur ums Sammeln. An Hotels und √§hnlichen Points of Interest blendet das Spiel gr√∂√üere Arenen an, die von einem der drei Teams besetzt werden k√∂nnen. Kommst du an einer gegnerischen Arena vorbei, so kannst du diese angreifen und im Idealfall √ľbernehmen.

Technisch anspruchsvoll

Die 3D-Grafik und der VR-Modus stellen hohe Anspr√ľche an die Rechenleistung deines Smartphones. Mit einem Vierkerner w√ľrden wir die App nicht versuchen. Zudem ist ein externer Akku fast √ľberlebensnotwendig. Auch wenn sich Pok√©mon Go nicht an Kleinkinder richtet, d√ľrften sie doch zum Kundenstamm geh√∂ren. Dies ist problematisch, da das Game insbesondere im Bereich der In App-K√§ufe ein immenses Suchtpotenzial entwickeln d√ľrfte. Zudem ist die technische Stabilit√§t nicht gegeben: Server sind oft √ľberlastet, nach dem Einfangen eines Pok√©mons kommt es beim Verlassen der VR-Ansicht immer wieder zu Abst√ľrzen.

Screenshot_2016-07-13-17-05-18

Fazit

Nach der Ank√ľndigung von Pok√©mon Go stieg die Aktie von Niantic um mehr als zwanzig Prozent. Unserer Meinung nach ist dies – trotz der massiven technischen Probleme – gerechtfertigt: Es handelt sich hier um ein Game, das definitiv ein immenses Suchtpotenzial aufweist.

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_TH

Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna befasst sich seit dem Jahr 2004 mit der Entwicklung und Anwendung von Handcomputern. Er steht unter tamhan@tamoggemon.com jederzeit f√ľr Fragen, Trainings und Vortragsanfragen zur Verf√ľgung.