Trials Frontier

1. Juni 2014 0 Kommentar(e)
Trials Frontier Androidmag.de 5 5 Sterne

Fans von Offroad-Rennspielen wie Hill Climb Racing können sich freuen: Mit Trials Frontier bringt Ubisoft das Urgestein des populären Genres nun auf Android-Geräte. Und zwar inklusive hübscher 3D-Grafik, Online-Ranglisten, Fahrzeug-Upgrades und natürlich auch In-App-Käufe. (kostenlos)

trials

Mit dem Namen „Trials“ verbinden PC- und Konsolen-Veteranen knüppelharte Motocross-Rennen, bei denen Geschicklichkeit, Fingerspitzengefühl und ein kühles Köpfchen gleichermaßen gefragt sind. Jüngst erschien der futuristisch angehaucht Ableger „Trials Fusion“ für PC sowie Konsolen der letzten und aktuellen Generation. „Trials Frontier“, quasi die Light-Variante für Smartphones und Tablets, orientiert sich in Sachen Gameplay stark an seinem großen Vorbild, wobei dieses zugunsten der Zugänglichkeit vereinfacht wurde. Dennoch ist noch genug Substanz vorhanden, um auch Vielspieler nicht zu unterfordern.

In „Trials Frontier“ gilt es knifflige Hürden per Motocross-Bike zu überwinden. Dazu kannst du rechts unten Gas geben sowie bremsen und links unten das Motorrad nach links oder rechts neigen.

In „Trials Frontier“ gilt es knifflige Hürden per Motocross-Bike zu überwinden. Dazu kannst du rechts unten Gas geben sowie bremsen und links unten das Motorrad nach links oder rechts neigen.

Der wilde Motocross-Westen

Wie bereits erwähnt, verschlägt es dich bei „Trials Frontier“ in eine Art Wildwest-Setting. So braust du über steinige Berghänge und morsche Brücken. Gesteuert wird das Ganze über virtuelle Tasten auf dem Display deines Smartphones oder Tablets. Rechts unten befinden sich zwei Tasten zum Bremsen oder Gas geben, am linken unteren Bildschirmrand kannst du die das Bike zurück oder nach vor neigen. Verglichen mit dem inhaltlich ähnlichen „Hill Climb Racing“ stehen also Tasten für die Neigung zur Verfügung, in Summe gleicht die Steuerung also dem PC- und Konsolen-Pendant von Trials. Eine alternative Steuerungsmethode, bei der das Bike durch Neigen des Android-Gerätes verändert werden kann, gibt es leider nicht. Dafür werden aber Bluetooth-Gamepads wie Produkte von MOGA unterstützt.

Nicht nur Geschick entscheidet über die Bestzeit, du solltest dein Bike auch kontinuierlich aufrüsten, um vorwärts zu kommen.

Nicht nur Geschick entscheidet über die Bestzeit, du solltest dein Bike auch kontinuierlich aufrüsten, um vorwärts zu kommen.

Kleine Schritte in die groĂźe Welt

Verglichen mit den teils sehr weitläufigen Strecken des großen Bruders, sind die Pisten, auf denen Sie in „Trials Frontier“ umherbrausen, relativ überschaubar. Anfangs sind alle Strecken in rund 20 bis 30 Sekunden zu meistern, dabei gilt es, möglichst schnell und unfallfrei zur Ziellinie zu kommen. Geht trotzdem mal was schief, können Sie bequem an Checkpoints wieder einsteigen oder wahlweise die Strecke komplett von vorne beginnen. Zentrale Anlaufstelle ist ein Wild West-Dorf, in dem Sie Ihr Bike nach und nach mit Upgrades versehen, Aufträge annehmen, im Shop einkaufen oder sich auf der Weltkarte einen Überblick über bereits gemeisterte und noch zu absolvierende Strecken verschaffen können.

Da das Knacken von Bestzeiten nicht nur eine Frage des Könnens, sondern auch der Qualität des fahrbaren Untersatzes ist, nimmt das allmähliche Aufrüsten und Verbessern des Bikes eine zentrale Rolle ein. Die nötigen Bauteile erhalten Sie durch Drehen eines Glücksrades am Ende einer erfolgreich absolvierten Strecke, zudem werden Münzen als Obolus für den Mechaniker fällig. Übrigens lässt sich nicht nur ein Bike, sondern satte neun Motocross-Maschinen aufrüsten.

Auf der Ăśbersichtskarte kannst du nach und nach 70 Strecken freispielen. Du musst aber viele Strecken mehrmals fahren, die Aufgaben unterscheiden sich aber je nach Quest.

Auf der Ăśbersichtskarte kannst du nach und nach 70 Strecken freispielen. Du musst aber viele Strecken mehrmals fahren, die Aufgaben unterscheiden sich aber je nach Quest.

Viel Umfang und begrenzter Sprit

Der Umfang von „Trials Frontier“ ist beachtlich: 70 Strecken in 10 Umgebungen, 250 Missionen und (laut Play Store-Text) 50 Stunden Spielzeit werden geboten. Kombiniert mit einer absolut gelungenen technischen Umsetzung ist das für ein kostenloses Spiel mehr als beachtlich. Doch natürlich wollen auch die Macher von „Trials Frontier“ Geld verdienen und setzen deshalb auf allseits vertretene In-App-Käufe. Diese sind jedoch eher dezent integriert, und einzig dann störend, wenn nach (anfangs) rund fünf oder sechs Spritztouren der Tank leer ist und du für echtes Geld Tankfüllungen oder –erweierungen kaufen sollst. Alternativ kannst du auch einfach eine Weile warten, denn der Tank regeneriert sich auch von selbst. Auch Bauteile und Upgrades lassen sich mit der Investition von Geld beschleunigen, allerdings steht es dir auch hier frei, einfach mehr Zeit in Spielen bzw. Warten zu investieren anstatt zum Echtgeld zu greifen.

Du bretterst nicht nur durch staubige Wüsten, sondern auch über saftige Graslandschaften und Städte. Insgesamt sind die Strecken in 10 verschiedenen Umgebungen angesiedelt.

Du bretterst nicht nur durch staubige Wüsten, sondern auch über saftige Graslandschaften und Städte. Insgesamt sind die Strecken in 10 verschiedenen Umgebungen angesiedelt.

Fazit

Mit „Trials Frontier“ hat es die legendäre Trials-Serie auf Android-Geräte geschafft und macht auch dort eine sehr gute Figur. Die technische Umsetzung ist einwandfrei, der Umfang beachtlich, das Gameplay stimmig und der süchtig machende Spielspaß-Funke ist definitiv da. Hardcore-Zocker könnten durch begrenzte Tankfüllungen und damit verbundene Wartezeiten bzw. Hinweisen auf In-App-Käufe etwas frustriert werden, für Zwischendurch ist „Trials Frontier“ eines der besten Android-Rennspiele.

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Andreas Gutzelnig   Leitung der Redaktion

 

Freut sich, dass Android immer mehr den Einzug in die spannende Technik-Welt der Autos und Häuser findet.

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