App-Review: Yahoo Livetext

Hartmut Schumacher 18. August 2015 0 Kommentar(e)
App-Review: Yahoo Livetext Androidmag.de 4 4 Sterne

Noch eine Messenger-App? Gibt es davon nicht schon genügend? Ja, aber „Yahoo Livetext“ kann tatsächlich mit einer Besonderheit aufwarten. (kostenlos, ohne In-App-Käufe)

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Die App „Yahoo Livetext“ beschränkt dich nicht darauf, lediglich getippte Nachrichten mit deinem Chat-Partner auszutauschen, sondern zeigt dir gleichzeitig auch in einem Live-Videobild sein Gesicht. Oder aber seine Umgebung, denn sinnvollerweise ist das Wechseln zwischen der vorderen und der hinteren Kamera möglich.

Ein echter Video-Chat ist dies jedoch nicht. Denn die App überträgt keinen Ton. Das ist praktisch in Situationen, in denen du entweder unbemerkt chatten möchtest (beispielsweise im Klassenzimmer oder im Vorlesungssaal) oder aber die Umgebung nicht mit Geräuschen belästigen willst. Du musst also mit Grimassenschneiden und Texten das Auslangen finden.

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Laut dem Hersteller Yahoo soll die App dabei helfen, Missverständnisse zu vermeiden, die auftreten können, wenn man über reinen Text kommuniziert. Keine schlechte Idee.

In anderer Hinsicht jedoch ist Yahoo Livetext sehr spartanisch ausgestattet. Gruppenunterhaltungen beispielsweise sind nicht vorgesehen. Auch ist es nicht möglich, Standorte, Bilder, Sprachnachrichten oder andere Dateien zu übertragen.

Als Manko oder aber als Vorzug schließlich kann man die Tatsache betrachten, dass die App die getippten Unterhaltungen nicht archiviert. Sobald ein Gespräch beendet ist, sind die Nachrichten verschwunden und werden auch nicht etwa in der nächsten Unterhaltung zwischen denselben Partnern wieder angezeigt.

Anmelden kannst du dich in der App wahlweise mit deiner Mobilfunknummer oder aber mit deiner Yahoo-E-Mail-Adresse. Das Ganze funktioniert plattformübergreifend, denn die App ist nicht nur für Android-, sondern auch für iOS-Geräte erhältlich.

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Fazit

Das Chatten mit Live-Video-Untermalung macht zweifellos viel SpaĂź. Der Mangel an weiteren Funktionen jedoch wird wohl bewirken, dass fĂĽr die meisten Anwender diese App lediglich ein Zweit-Messenger fĂĽr bestimmte Situationen sein wird – aber kein Ersatz fĂĽr die etablierten Allround-Messenger.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.