D-Vasive

Hartmut Schumacher 3. Dezember 2014 0 Kommentar(e)
D-Vasive Androidmag.de 4 4 Sterne

„Verhindere, dass Apps dich ausspionieren!“ So lautet der Werbespruch der Software D-Vasive. Mal schauen, ob sie dieses Versprechen einhalten kann. (kostenlos, ohne In-App-Käufe)

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Die App D-Vasive warnt dich, wenn andere Apps die Kamera oder das Mikrofon benutzen – oder aber das WLAN- oder das Bluetooth-Modul einschalten. In der Benachrichtigungsleiste zeigt die Software lediglich an, dass beispielsweise ein Zugriff auf die Kamera stattfindet, verrät aber nicht, welche App konkret dafür verantwortlich ist. Auch in dem ausführlicheren Protokoll, das du zusätzlich abrufen kannst, sind nur sämtliche Apps aufgeführt, die gerade im Hintergrund laufen und prinzipiell Kameraberechtigungen haben.

Zugriffe blockieren

Die kostenpflichtige Version D-Vasive Pro (3,90 Euro) ist zusätzlich in der Lage, die Zugriffe auf Kamera, Mikrofon, WLAN und Bluetooth generell zu blockieren. Das Blockieren dieser Zugriffe nur für bestimmte Apps dagegen ist nicht vorgesehen. Das kann man der Software aber nicht übel nehmen, denn zu diesem Zweck wären Root-Rechte nötig.

FĂĽr einen begrenzten Zeitraum anscheinend ist die Blockadefunktion auch in der kostenlosen Version der Software nutzbar. Die Sterne-Bewertung bezieht sich auf die kostenpflichtige Version.

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Zusatzfunktionen

Darüber hinaus bietet D-Vasive eine Funktion, die dir in einer Liste für jede installierte App anzeigt, ein wie großes Sicherheitsrisiko sie darstellt. Und nicht zuletzt kann die Software auflisten, welche Apps Zugriff auf deine Standortinformationen haben – und welche dieser Apps gerade im Hintergrund laufen.

Die Bedienungsoberfläche von D-Vasive versucht originell zu sein, tut sich damit aber keinen Gefallen, sondern bewirkt, dass wichtige Funktionen nur umständlich zu erreichen sind.

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Fazit

D-Vasive kann tatsächlich verhindern, dass bösartige Apps, die den Prüfroutinen im Play Store entgangen sind, dich per Kamera oder Mikrofon ausspionieren oder aber die WLAN- oder Bluetooth-Funktionen einschalten, um Informationen zu übertragen.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.