app²schnapsen (App der Woche)

1. April 2013 0 Kommentar(e)

Schnapsen hat nichts mit Schnaps zu tun, wenngleich du wahrscheinlich deinen Ärger über ein Bummerl hin und wieder ganz gern mit einem Schnaps runterspülen möchtest. Schnapsen ist vielmehr ein beliebtes Kartenspiel, dessen Name sich vom ungarischen Snapszer (zu Deutsch schnappen = Trumpf stechen) ableitet (kostenlos).

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Das Wiener Entwicklerteam app2square hat nun eine Version für das Android-Handy entwickelt. Wenn du diese App verwendest, musst du nicht auf einen menschlichen Mitspieler warten, vielmehr zückst du dein Handy und spielst gegen „ihn“ – egal ob im Wartezimmer beim Arzt, zuhause am Sofa oder in der U-Bahn. „Er“ ist allerdings kein Gelegenheitsspieler, soviel wirst du wenige Minuten nach dem Beginn der ersten Partie erstaunt feststellen.

Du spielst in der Free-Version mit einem Comic-Kartenset übrigens gegen Sepp im Beisl. In der 2,99 Euro teuren und werbefreien Vollversion stehen dir hingegen neben einer Statistikfunktion vier Sets, vier Gegner und vier Locations zur Verfügung. Einzelne Kartendecks oder Gegner gibt es hingegen bereits für 79 Cent.

Ansager über Ansager

Gespielt wird wie im richtigen Spiel. Du bekommst fünf Karten, ebenso dein Gegner, die Trumpfkarte wird aufgedeckt und der Rest wandert in den Talon. Du beginnst und tippst ganz einfach auf jene der fünf Karten, die du ausspielen möchtest. Dein Gegner zögert nicht lange und spielt seine Karte ebenfalls aus. Und viel zu oft für deinen Geschmack wandern daraufhin beide Karten in seinen Stapel. Du kannst zwar 20er und 40er ansagen, mit einem Trumpf-Buben die Atout-Karte austauschen und sogar zudrehen, doch das alles beherrscht dein Gegner ebenfalls ganz gut. Übrigens, deine Kartenwerte im Stapel werden dir angezeigt, die des Gegners nicht, es wird somit scharf bzw. halbscharf gespielt, du kannst jedenfalls die abgelegten Karten nicht mehr ansehen.

Das Spielprinzip ist bekannt, auch gegen einen virtuellen Gegner macht Schnappsen schnell süchtig.

Das Spielprinzip ist bekannt, auch gegen einen virtuellen Gegner macht Schnappsen schnell süchtig.

Aufgelockert wird die Partie von diversen Ansagern – damit sind nicht 20er oder 40er gemeint, sondern gesprochene Ansager, die dir im echten Wiener-Slang zwischendurch und vor allem nach einer verlorenen Partie mitzuteilen versuchen, dass du noch ein wenig üben sollst und sich – frei nach Josef Hader – boshaft für deine Mitarbeit bedanken. Wenn du dich ganz dumm anstellst, wird dir sogar unterstellt, dass du das Schnapsen bei der Caritas gelernt hast.

Schummeln geht übrigens gar nicht, das liegt in der Natur von digitalen Kartenspielen. Bei Stichzwang sind zum Beispiel nur mehr jene Karten spielbar, die der von Gegner ausgespielten Farbe entsprechen, die restlichen sind ausgegraut.

Fazit

Auch wenn sich Schnapsen nur auf Österreich und Süddeutschland beschränkt, handelt es sich gewissermaßen um einen Volkssport. Kaum jemand in den genannten Regionen, der nicht schon mal gespielt hätte. Jedem dieser potenziellen Kartenspieler wird diese App gelegen kommen, denn man kann mit ihrer Hilfe nicht nur das Schnapsen üben, es lassen sich auch Wartestunden sinnvoll verkürzen. Die Bedienung könnte einfacher nicht sein, selbst dein Urgroßvater würde damit umgehen können. In puncto Grafik spielt die App natürlich nicht in der Oberliga – doch das muss sie auch nicht, der Fokus liegt klar auf dem Gameplay – und das ist erstklassig. Doch Vorsicht, es birgt Suchtgefahr!

Video-Review

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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