Apples Pakt mit dem (Patent)Teufel

Redaktion 12. Dezember 2011 3 Kommentar(e)

Apple hat Patente an einen sogenannten Patent-Troll übergeben, welcher nun gegen die Apple-Konkurrenz klagt. Jetzt ist Apples Pakt mit dem Teufel aufgeflogen.

Über Patentkriege, Verkaufsverbote und Klagen seitens Apple gegen den Rest der Welt haben wir schon so zahlreich berichtet, dass es mittlerweile schon kaum noch jemanden interessiert. Der neueste Schachzug von Apple, der eben erst bekannt wurde, bringt die Streitigkeiten allerdings auf eine neue (finstere) Ebene.

Der Pakt mit dem Teufel

Schon mal von sogenannten Patent-Trollen gehört? Dies sind Firmen, die Patente anderer Firmen übertragen bekommen, und dann gegen große Konzerne klagen. Durch äußerst kostenintensive Vergleiche wird seitens dieser „Patentteufel“ Umsatz gemacht. Der Namen des eigentlichen Patentinhabers (also des Drahtziehers) bleibt damit sauber. Vorausgesetzt natürlich, der Deal mit dem Teufel fliegt nicht auf.

Apple versteckt sich hinter Patentverwerterfirma

Vergangenen Jahres soll Apple Dutzende Patente mittels einer Tarnfirma namens „Cliff Island LLC“ an die Firma „Digitude Innovations“, die 2010 gegründet wurde, übertragen haben. Digitude Innovations klagt nun gegen Samsung, Amazon, Nokia, Sony, HTC, Motorola, RIM und LG. Warum Apple auf Seiten der Verklagten fehlt, war bis dato unklar. Bei der Durchsicht der, bei der amerikanischen International Trade Comission, vorliegenden Dokumente, wurde dann allerdings schnell offensichtlich warum Apple nicht auf der Anklagebank sitzt: eines der streng vertraulichen Dokumente trägt (ungeschickterweise) den Titel: „Digitude-Apple Licens Agreement“.

Ist der Ruf erst ruiniert…

Da ist bei Apple wohl der Schuss nach hinten los gegangen, den anstatt den guten Ruf zu wahren, steht der Konzern nun im Blickfeld der Öffentlichkeit als Unternehmen, dass sich dunkler Machenschaften bedient. Warum Apple in diesem Fall auf einen Patenttroll zurückgegriffen hat und nicht offen gegen seine Konkurrenten vorgeht, wie sonst auch, bleibt bis dato jedoch unklar.

Quelle: cnet, techcrunch

 

 

 

 

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