Google-Kamera-App sucht die besten Fotos aus

Hartmut Schumacher 12. Juni 2015 1 Kommentar(e)

In Zukunft wird die „Google Kamera“-App voraussichtlich über einen Serienfoto-Modus verfügen, der in schneller Folge mehrere Bilder schießt und dann das beste dieser Bilder  aussucht.
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In naher Zukunft wird die „Google Kamera“-App nicht nur die Tiefenschärfe nachträglich verändern und Panoramaaufnahmen anfertigen können, sondern wird auch imstande sein, selbstständig aus einer Reihe von Fotos die gelungensten Bilder auszusuchen.

In naher Zukunft wird die „Google Kamera“-App nicht nur die Tiefenschärfe nachträglich verändern und Panoramaaufnahmen anfertigen können, sondern wird auch imstande sein, selbstständig aus einer Reihe von Fotos die gelungensten Bilder auszusuchen.

Die App-Zerpflücker von Android Police haben die neueste Version 2.5 der „Google Kamera“-App untersucht – und dabei die ersten Anzeichen für einen „Smart Burst“ genannten Modus entdeckt, der in Zukunft voraussichtlich in der Software zur Verfügung stehen wird.

Üblicherweise stellt ein Serienfoto-Modus schnell hintereinander mehrere Fotos her. Der Anwender erhält dann einen Haufen Fotos, die sich nur unwesentlich voneinander unterscheiden – und von denen er manuell das gelungenste Bild aussuchen muss. Die „Google Kamera“-App bietet deutlich mehr Komfort. Denn sie kümmert sich automatisch um das Aussuchen der besten Fotos. (Samsung-Smartphones bieten mit ihrem „Shot & more“-Modus bereits eine ähnliche Funktion.)

Bewertung mit Hilfe von Gesichtserkennungs-Software

Nach dem Anfertigen der Fotos vergleicht die „Google Kamera“-App die Bilder mittels einer Reihe von Grafikalgorithmen, sortiert die Bilder anhand ihrer Ähnlichkeit und bewertet die Qualität der Bilder dann.

Anschließend untersucht die App die Fotos mit Hilfe einer Gesichtserkennungs-Software, die ursprünglich von dem Unternehmen PittPatt stammt, das bereits im Jahr 2011 von Google aufgekauft wurde. Die App findet auf diese Weise heraus, ob sich Gesichter in den Fotos befinden, und bewertet die Fotos dann anhand einiger Kriterien wie der Anzahl der Gesichter, ihrer Ausleuchtung, der Gesichtsausdrücke und den geöffneten Augen.

Nachdem die App all dies erledigt hat, zeigt sie dem Anwender eine Liste derjenigen Fotos an, die die höchsten Bewertungen erhalten haben. Wahrscheinlich wird es dem Anwender in diesem Listenfenster möglich sein, Fotos zu löschen, zu verschicken und unter Umständen auch Fotos auszuwählen, die die App ursprünglich nicht in die Liste aufgenommen hat.

Premiere auf dem nächsten Nexus-Smartphone?

Wann genau die „Google Kamera“-Version mit diesen Fähigkeiten verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt. Möglicherweise jedoch wird sie im Herbst auf dem dann vorgestellten nächsten Nexus-Smartphone ihre Premiere feiern.

Quellen: Android Police, Google Play Store, Carnegie Mellon University

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.