Was läuft hinter den Kulissen des Google Play Store ab?

Redaktion 15. November 2015 1 Kommentar(e)

Der Google Play Store ist schon längst ebenbürtig zu Apples App Store. Doch bei der Masse der hochwertigen Spiele ist es gar nicht so leicht hervorzustechen. Gibt es im Google Play Store Bestechung, Manipulation oder unfaire Absprachen?

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Ein Spiel in der Bestenliste des Google Play Store zu platzieren ist ein unglaublicher Erfolg der Entwicklerstudios vor allem gewaltige Einnahmen beschert. Vor allem für ein kleines Entwicklerstudio wäre dies eine ganz große Nummer, da auf diese Art Spielehits entstehen, die für unabhängige Studios einen gewaltigen Sprung nach vorne bedeuten. Doch überraschenderweise finden sich immer die gleichen, großen Namen in den Toplisten: Electronic Arts, Rovio, Supercell oder Gameloft. Da überrascht es nicht, dass es immer wieder Spekulationen gibt, ob hinter den Kulissen des Google Play Store alles mit rechten Dingen zugeht, oder ob es dort nicht etwa Bestechungen, Absprachen oder sonstige Manipulationen gibt.

Bestechungen können wir von vorne herein gleich mal ausschließen. Google lässt sich die Plätze auf den Toplisten ganz sicher nicht abkaufen. Sollte dies doch geschehen und jemals bekannt werden, würden nicht nur Google, sondern auch die betreffenden Entwicklerstudios einen massiven Imageschaden davontragen, der für die meisten Publisher eine Bedrohung ihrer Existenz darstellen dürfte.

Manipulationen sind da schon ein anderes Thema. Ganz einfach ist es nicht und Google straft allzu zu offensichtliche und plumpe Versuche auch ab, aber es gibt Methoden, wie sich die Platzierung beeinflussen lässt. Da eines der Hauptkriterien für eine hohe Platzierung eine hohe Downloadzahl ist, bieten einige Firmen „Spieler“ an, die ein entsprechendes Spiel herunterladen und ggf. auch eine Bewertung im Play Store hinterlassen. Googles Möglichkeiten, dagegen vorzugehen, sind leider recht beschränkt.

Aber warum befinden sich nun immer die gleichen großen Entwicklerstudios in den Toplisten? Ganz einfach, weil Gamer auch nur Gewohnheitstiere sind. Bestimmte Marken (Simpsons, Need for Speed) ziehen einfach, schon aufgrund ihres Bekanntheitsgrades. Und hatte ein Entwickler einmal einen Hit, wird der geneigte Gamer den nächsten Titel aus dem Hause auch mal antesten.
Also so ganz krumme Geschichten finden sich hinter den Kulissen des Google Play Store sicher nicht, aber ein paar Grauzonen gibt es dort durchaus, die sich einige Publisher geschickt zu Nutze machen.

(via AndroidPit)

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