Play Store: ESET entlarvt 33 Apps im Google Play Store als Scareware

Redaktion 29. Mai 2015 2 Kommentar(e)

Der Play Store ist die Heimat von mittlerweile 1,5 Millionen Anwendungen. Darunter befinden sich auch einige schädliche, wie ESET jetzt wieder einmal bestätigt. Insgesamt wurden 33 Anwendungen von den Sicherheitsexperten als Schadsoftware entlarvt.

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Diese Apps hat ESET als Scareware entlarvt und eine Löschung aus dem Play Store beantragt.

Diese Apps hat ESET als Scareware entlarvt und eine Löschung aus dem Play Store beantragt.

Über 600.000 Android-Nutzer haben sich die 33 Anwendungen heruntergeladen, die eigentlich Cheats, Mods und ähnliches für das Kult-Spiel Minecraft versprechen. Wie sich aber jetzt herausgestellt hat, sind die meisten dieser Anwendungen nur als Minecraft-Apps getarnt. Unter der Fassade steckt aber ein Hinterlistiges System. Die „Scareware“ zeigt nämlich einen Banner an, der den Nutzer davon überzeugt, dass sich ein Virus auf dem Smartphone befindet: Soweit ist ja noch alles relativ harmlos. Wirklich gefährlich wird’s erst darauf. Zusätzlich zur Warnung gibt die App nämlich auch eine vermeintliche Möglichkeit zur Löschung des Virus an. Anstatt den Virus aber zu entfernen schließt die App ein Premium-SMS-Abo ab, welches den Nutzer satte 4,80 Euro pro Woche kostet.

Alle Apps, die von ESET als Scareware enttarnt wurden wiesen die gleiche Vorgehensweise und Verhalten auf. Obwohl sich die Namen der Apps sowie die Namen der Entwickler unterscheiden, so gehen die Sicherheitsexperten trotzdem davon aus, dass sie von ein und derselben Person erstellt und veröffentlicht wurden.

Kein kleiner Fisch

Da sich Minecraft einer sehr großen Beliebtheit erfreut sind auch die Apps für Smartphones unzählige Male heruntergeladen worden. In konkreten Zahlen sind das über 600.000 Nutzer, die jene Anwendungen auf ihren Smartphones installiert haben.

Google Logo 2010

Google muss für Qualität sorgen

Wie wir schon in unzähligen Artikeln angeprangert haben, muss Google endlich für mehr Qualität im Play Store sorgen. Immerhin ist es ihr Produkt und sie haben die Verantwortung dafür, dass die Millionen Android-Nutzer weltweit keine Zusatzkosten oder eventuelle Schäden entstehen.

Da das Unternehmen aus Mountain View in der Hinsicht (zumindest nicht aktiv) kaum etwas unternimmt, müssen die Nutzer selbst für ihre Sicherheit bzw. jene von ihrem Smartphone selbst sorgen. Möglich ist das zum einen einmal durch ein wachsames Auge und ein wenig Feingefühl. Zum anderen gibt es einige Sicherheitsanwendungen, die den Nutzer beim Herunterladen einer gefährlichen App über die Risiken in Kenntnis setzen. Eine der beliebtesten ist ESET Mobile Security.

Quelle: ESET

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