Schweizer Forscher machen das Smartphone zum 3D-Scanner

Michael Derbort 10. Dezember 2013 1 Kommentar(e)

Eine pfiffige App von Forschern der ETH Zürich macht es möglich, das Smartphone zum Scannen von dreidimensionalen Objekten einzusetzen. Die Wissenschaftler der ETH Zürich haben das Kunststück vollbracht: Mit Hilfe ihrer App lassen sich mit einem Smartphone beliebige Objekte fotografieren und zu einem 3D-Modell berechnen. Die neue Technologie, die Anfang Dezember 2013 bei der International Conference on Computer Vision in Sydney vorgestellt worden war, soll dieses Unterfangen fast genau so einfach machen, wie das Anfertigen normaler Schnappschüsse mit der Handy-Kamera.

Komplexe Technik auch für Normalverbraucher

Da derartige Verfahren bislang sehr aufwendig waren und dabei enorm viel Rechenleistung abverlangten, waren sie nur sehr bedingt für Privatanwender geeignet und taugten schon gar nicht für spontane Schnappschüsse. Die Schweizer hatten es geschafft, genau diesen Rechenaufwand zu minimieren und zwar soweit, dass diese Technik auch für mobile Endgeräte optimiert werden konnte.

Die App der Wissenschaftler der ETH Zürich macht es möglich: Scannen von 3D-Objekten (Foto:  © CVG, ETH Zürich)

Die App der Wissenschaftler der ETH Zürich macht es möglich: Scannen von 3D-Objekten (Foto:
© CVG, ETH Zürich)

Die Berechnung erfolgt so schnell, dass das Modell in Echtzeit überprüft werden kann. So kann der Anwender bereits direkt am Display erkennen, ob genügend Informationen für ein komplettes Modell verfügbar sind, oder ob weitere Bildausschnitte angefertigt werden müssen. Die resultierende App nutzt alle am Smartphone vorhandenen Sensoren, um jede Drehung, Position, Beschleunigung und jeden Standortwechsel des Telefons zu ermitteln und zu berechnen. Der mobile 3D-Scanner ist in der Lage, die absolute Größe und die vertikale Ausrichtung des Zielobjekts zu erkennen. Dazu sind sehr komplexe Berechnungen erforderlich. Gleichzeitig ist es erforderlich, dass der Nutzer die Ergebnisse direkt am Display verfolgen kann. Genau dieses Kunststück haben die Züricher Forscher fertig gebracht. Interessierte Anwender müssen sicherlich nicht mehr lange auf diese App warten. Die ersten Testversionen sind bereits (wenn auch sehr verhalten) im Umlauf. Hier ein Video

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