Turning-Email macht E-Mails zum Chat-Verlauf

Redaktion 3. Oktober 2015 0 Kommentar(e)

E-Mails sind toll; E-Mails nerven! Vor allem wenn man beruflich viel per E-Mail kommuniziert, können die elektronischen Briefe schnell zur Last werden. Turing will dies ändern und intelligent zwischen E-Mail und Instant Messaging wechseln.
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Turing-Email

Wenn man morgens gleich von einer zum Bersten gefüllten Mailbox begrüßt wird, kann einem schnell die Lust auf den Arbeitstag vergehen. E-Mails sind als Kommunikationsplattform alles andere als optimal und daher versuchen Unternehmen immer wieder, daran etwas zu ändern. Google versucht dies mit Inbox und das Startup Turing versucht es nun ebenfalls mit einem frischen Ansatz.

Die Idee ist, E-Mail und Instant Messaging zu kombinieren. Ganz neu ist der Grundgedanke nicht, auch Microsoft hat mit Send bereits eine entsprechende App im Angebot, doch Turing will hier das Beste aus beiden Welten miteinander kombinieren und den Umfang von E-Mails mit dem Komfort von Slack zusammenbringen. Dabei soll die App intelligent erkennen, ob es sich um offizielle E-Mails nach Außen handelt, oder ob ein Team-internes Dauerfeuer stattfindet, was Turing dann als Instant Messages verpackt.

Turing lässt sich mit E-Mail-Diensten wie Gmail, Outlook, iCloud, Yahoo oder AOL verwenden, man muss also nicht extra ein neues Konto eröffnen. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass dann sowohl E-Mails als auch Team-Interne Chat-Verläufe gemeinsam mit einer Anfrage durchsucht werden können. Das ständige Wechseln zwischen verschiedenen Apps hat mit Turing also endlich ein Ende.

All diese Features und viele weitere sind super, allerdings nur für Business-Nutzer. Privatanwender haben sicherlich ein zu geringes E-Mail-Aufkommen, als dass sich Turing lohnen würde. Lohnen ist ein gutes Stichwort, denn der Dienst ist leider nicht kostenlos. Für Einzelanwender fallen stolze 9,99 US-Dollar pro Monat an, für Teams gibt es individuelle Pläne. Turing ist sicher eine praktische Lösung, doch ob sie für die meisten Nutzer praktisch genug ist um den doch recht happigen Preis zu rechtfertigen, darf angezweifelt werden. Aber in einer Nische kann man es sich ja mitunter auch recht bequem einrichten.

Quelle: Turing (via TechCrunch)

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