Wird WhatsApp bald verboten?

7. August 2015 14 Kommentar(e)

WhatsApp ist der beliebteste Messenger fürs Smartphone – das steht außer Frage. Die Nachrichten-App könnte aber von der Regierung schon bald verboten werden.

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whatsapp

Anlässlich des Terror-Anschlags auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ wurde bereits zu Beginn des Jahres diskutiert, ob man nicht diverse verschlüsselte Anwendungen und Dienstleistungen verbieten solle. Der britische Premierminister David Cameran hat sich bereits damals zur Bekämpfung von Terrorismus für ein Verbot von verschlüsselten Messengern ausgesprochen und sich damit harte Kritiken eingehandelt.

Das Aus für WhatsApp

Jetzt ist jenes Thema wieder aufgekommen und allem Anschein nach liebäugelt nicht nur Großbritannien mit einem Verbot, sondern auch in den USA wird darüber diskutiert. Dienste wie WhatsApp, iMessage, Skype oder andere Messenger verwenden oftmals starke Verschlüsselungs-Algorithmen, die eine vollkommen private Kommunikation ermöglichen.

Durch die Bereitstellung solcher Dienstleistungen gibt man den Terroristen quasi schon das perfekte Kommunikations-Werkzeug in die Hände, so die Meinung der Regierungen. Die Forderung seit dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ hat sich im Prinzip nicht geändert. Entweder die Entwickler integrieren ein Hintertürchen, mit der die Behörden die ausgetauschten Inhalte abrufen können, oder die Verschlüsselung wird gänzlich unterbunden.

Vollkommener Blödsinn

Das Problem mit der Integration eines Hintertürchens: Jeder könnte diese Lücke nutzen und so die Inhalte mitlesen. Zudem stellt dieses Überwachungs-Schlupfloch ein weiteres Angriffsziel für Kriminelle dar.

Das vermutlich Wichtigste an dem Ganzen ist aber, dass die Terroristen einfach auf solche Dienste verzichten, sollten sie unverschlüsselt oder von den Behörden abhörbar sein. Folglich würde mit einem solchen Vorgehen absolut nichts erreicht werden, außer unsere Privatsphäre im Web noch weiter einzuschränken.

Es muss eine Lösung her!

In einer Stellungnahme des großbritannischen Regierungsamtes wird ganz klar, dass eine Weiterentwicklung der Verschlüsselungstechniken erforderlich ist und dass man diese vorantreiben wird. Es muss eine Möglichkeit geschaffen werden, die Vorteile von verschlüsselten Verbindungen zu nutzen, während auf der anderen Seite kein Spielraum für Kriminelle bleibt. Wie das gehen soll ist derzeit noch unklar.

Hat jemand von euch eine Idee? Schreibt sie uns in die Kommentare.

Quelle: BBC

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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