Bewegungssensoren knacken Handy-Codes

Redaktion 31. Januar 2013 1 Kommentar(e)

Die PIN- bzw. Muster-Abfrage bei Android-Geräten bietet dem Besitzer Schutz vor unbefugten Nutzern. Ein Forscherteam hat jetzt eine Möglichkeit gefunden, die die Sensoren des Smartphones zum Herausfinden des Musters verwendet.

Sicherheit wird auf den Smartphones natĂĽrlich groĂź geschrieben. Die PIN-Code-Sperre, die vor allem bei iOS-Nutzern beliebt ist, hat sich als sicherer herausgestellt, als jene Muster-Sperre von Android. Der Grund dafĂĽr ist einfach: Beim Eingeben von PIN-Codes verändert sich die Lage des Smartphones eher weniger. Durch das Streichen eines Musters ist der Benutzer eher dazu verleitet, die Neigung des Smartphones zu verändern – besonders bei groĂźen Geräten oder der Eingabe mit einer Hand. Aufgrund der Beschleunigungssensoren haben es einige Forscher geschafft eine Software zu entwickeln, die PIN-Codes mit einer Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent und Muster mit 73-prozentiger Wahrscheinlichkeit erkennt. Ein erschreckendes Ergebnis, oder? Noch erschreckender ist die Tatsache, dass zum Auslesen der Sensoren nicht einmal eine Freigabe vom Benutzer notwendig ist. Apps können nämlich von Haus aus auf die eingebauten Messgeräte zugreifen, sobald sie installiert sind.

Die Eingabemuster von Android-Smartphones sind bei weitem nicht so sicher wie Zahlenkombinationen.

Die Eingabemuster von Android-Smartphones sind bei weitem nicht so sicher wie Zahlenkombinationen.

Durch die nicht vorhandene Kontrolle der Apps im Google Play Store werden Tag fĂĽr Tag neue schädliche Apps veröffentlicht. Dieses Jahr soll 1 Million schädliche Apps vorzufinden sein – das stellt einen neuen Höchststand dar. Experten raten sich gut zu ĂĽberlegen, welche Anwendungen man sich auf das Smartphone holt und von welchen man lieber die Finger lässt.

Quelle: Pressetext

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