5 GrĂŒnde warum die AppleWatch eine Frechheit ist und trotzdem erfolgreich sein wird

Martin Reitbauer 10. MĂ€rz 2015 8 Kommentar(e)

Gestern hat uns Apple endlich die noch fehlenden Informationen zur Apple Watch mitgeteilt. Seither ist die Medienlandschaft gespalten. WĂ€hrend die einen ĂŒber die fehlende Innovation lamentieren, loben andere das neue Gadget aus dem Hause Apple in den Himmel. NatĂŒrlich haben auch wir eine Meinung zu der Uhr, die wir euch nicht vorenthalten möchten.

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Android Wear muss sich nicht fĂŒrchten. Das ist die allgemeine Meinung der Experten. Auch wenn sich die Apple Watch in Sachen FunktionalitĂ€t nicht von den Android-Wearables abhebt, so muss sich die Plattform von Google trotzdem warm anziehen. Warum? Das erklĂ€ren wir weiter unten. Zuerst kommen erst einmal die Negativ-Punkte, welche die neue Apple Watch zu dem teuersten und unnötigsten Spielzeug auf dem Markt machen bzw. machen werden.

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Kein Vorteil gegenĂŒber Android Wear

Da Apple ja bereits in der Vergangenheit mehrfach gezeigt hat, dass man das Know-How hat um Innovationen auf den Markt zu bringen und diesen zu verĂ€ndern, sind auch gestern die Erwartungen entsprechend hoch gewesen. Vor allem hat man mit einem Feature gerechnet, welches die Apple Watch von den anderen Smartwatches unterscheiden soll. Diese Überraschung blieb allerdings aus. Das neueste Spielzeug von Tim Cook und Co. hat nicht wirklich eine Mehrfunktion gegenĂŒber der LG G Watch, Gear Live oder Huawei Watch.

Besonders verzweifelt hat sich Kevin Lynch gezeigt, der bei der Demonstration sogar die Instagram-App auf der Uhr gezeigt hat. Mal ganz ehrlich: Was soll denn das bitte? Ich werde mir auf dem winzig kleinen Screen doch keine Fotos ansehen!

Foto: shutterstock_53586490 [NAS CRETIVES]

Foto: shutterstock_53586490 [NAS CRETIVES]

Ungeeignet fĂŒr Fitness

Vor allem auf die Fitness-Features der Watch ist Tim Cook stolz. Nur blöd, dass die Apple Watch fĂŒr sportliche AktivitĂ€ten absolut ungeeignet ist. Der Grund dafĂŒr sind das fehlende GPS-Modul sowie die Tatsache, dass die Uhr nicht wasserdicht ist. Im Klartext bedeutet das, dass man zum Aufzeichnen der gelaufenen Strecke immer das iPhone mithaben muss. In der Praxis bleibt damit sowohl das iPhone als auch die Apple Watch beim Laufen zuhause. Außerdem ist die Gefahr, dass die Uhr bei sportlichen AktivitĂ€ten kaputt wird, viel zu hoch und das könnte teuer zu stehen kommen.

Obendrein ist die Armbanduhr nicht einmal wasserdicht. Was also, wenn man schwimmen gehen möchte? Die Uhr muss dann am Beckenrand bleiben. Gleiches gilt fĂŒr das Duschen nach dem Sport.

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Eckiges Design

Bereits bei dem Debut der Apple Watch im September zeigten sich viele Beobachter enttĂ€uscht ĂŒber das Design der Uhr. Andere Hersteller wie beispielsweise LG, Motorola oder auch Huawei haben es bereits geschafft eine runde Smartwatch zu fertigen. Durch die runde Form vermitteln die schlauen Uhren viel eher den Eindruck eines herkömmlichen analogen Chronographen als Modelle in hĂ€sslicher Klotz-Form.

Akkulaufzeit von einem Tag

18 Stunden soll die Smartwatch aus dem Hause Apple durchhalten. Laut CEO Tim Cook soll das fĂŒr einen Tag reichen. In typischer Apple-Manier wurde natĂŒrlich nicht bekanntgegeben, wie ein normaler Tag fĂŒr die Herrschaften aus Cupertino aussieht. Wie lange kann man die Uhr ununterbrochen tatsĂ€chlich nutzen bis sich die Batterie dem Ende zuneigt? Ein wenig mehr Infos wĂ€ren hier schon angebracht gewesen. Außerdem gilt vor allem bei der Akkulaufzeit: Mehr ist immer besser.

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Der saftige Preis

Zu guter Letzt kommt natĂŒrlich noch der Preis zu tragen. Auch hier gibt es keine wirklichen Überraschungen, denn die Apple Watch ist ganz nach dem Motto von Apple „Think different“, vollkommen anders und ordentlich ĂŒberteuert. Gestartet wird bei 399 Euro fĂŒr die Apple Sport im 38mm Alu-GehĂ€use. FĂŒr die regulĂ€re Apple Watch mĂŒssen die Fanboys tief in die Tasche greifen, denn jene Smartwatches starten bei 649 Euro. Den Vogel hat Apple aber mit der Apple Watch Edition abgeschossen. Um 11.000 Euro ist das gĂŒnstigste Modell der 18-karĂ€tigen Armbanduhr erhĂ€ltlich. Was man sich sonst so um diese stattliche Summe kaufen kann, haben wir in diesem Artikel schon beschrieben.

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Wie geschnitten Brot

Und auch wenn die Uhr noch so schlecht ist und kaum eine Mehrfunktion gegenĂŒber den Android Wear-Uhren bietet, so werden sich die Apple Watches doch wie geschnitten Brot verkaufen. Warum? Naja zum einen hat das Unternehmen aus Cupertino die iZombies oder iSheep auf seiner Seite. Damit sind die „loyalen“ KĂ€ufer gemeint, die alles kaufen was ihnen der Tech-Gigant vor die FĂŒĂŸe wirft.

(Foto: flamingzombiemonkeys.blogspot.co.at)

(Foto: flamingzombiemonkeys.blogspot.co.at)

Zu verdanken ist das dem genialen Marketing und dem Kult-Status den Apple mittlerweile von der Gesellschaft aufgedrĂŒckt bekommen hat. Außerdem ist es ja cool, wenn man seinen Freunden nur durch das Tragen einer Uhr zeigen kann, wie sehr man Apple liebt. Zudem ist man den Gleichgesinnten noch etwas nĂ€her, denn ĂŒber Digital Touch kannst du ja deinen Apple-Freunden deinen Herzschlag oder eine Zeichnung direkt auf das Armband schicken.

Wie steht ihr zur Apple Watch? Denkt ihr, dass sich die Uhr verkaufen wird? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

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Martin Reitbauer   Chefredakteur

Als Chefredakteur von Android Magazin und ANDROID APPS sowie als Redakteur der Plattform-agnostischen Zeitschrift SMARTPHONE ist Martin hauptsĂ€chlich mit den Print-Magazinen des Verlags hinter androidmag.de beschĂ€ftigt. Ab und an bleibt dennoch Zeit fĂŒr einen Blog-Artikel. Neben Android gilt seine Begeisterung GNU/Linux und freier Software ganz allgemein.

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