5 Mythen über Android, von denen du dich nicht täuschen lassen solltest

Hartmut Schumacher 26. Oktober 2015 3 Kommentar(e)

Mit dem Erfolg kommen die Neider: Um das Betriebssystem Android, das weltweit einen Marktanteil von etwa 83 Prozent hat, ranken sich etliche Gerüchte und Mythen, die dazu geneigt sind, potentielle Käufer abzuschrecken.
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Fast jeden Aspekt der Software eines Android-Smartphones kannst du an deine eigenen Bedürfnisse und Vorlieben anpassen. Aber nichts spricht dagegen, das Smartphone einfach so zu verwenden, wie es aus der Packung kommt.

Fast jeden Aspekt der Software eines Android-Smartphones kannst du an deine eigenen Bedürfnisse und Vorlieben anpassen. Aber nichts spricht dagegen, das Smartphone einfach so zu verwenden, wie es aus der Packung kommt.

1. Android ist zu kompliziert

„Man muss ein Informatiker sein, um ein Android-Smartphone zu verwenden.“ Das behauptete zumindest im Jahr 2011 der damalige Microsoft-Chef Steve Ballmer. Die Wahrheit sieht aber anders aus: Auch Einsteiger oder technikferne Anwender haben in der Regel keine nennenswerten Schwierigkeiten mit dem Betriebssystem Android.

Eine Grundlage dieses Mythos ist sicherlich die Tatsache, dass Android mehr Einstellungsmöglichkeiten bietet als iOS. Du kannst ein Android-Smartphone also weitgehender an deine eigenen Bedürfnisse und Vorlieben anpassen. Nötig ist das Herumspielen mit den Einstellungen allerdings nicht: Android-Smartphones lassen sich prima schon direkt nach dem Auspacken verwenden.

2. Android ist anfällig für bösartige Software

Im gefühlten Wochenabstand können wir Nachrichten lesen über Malware-Apps oder Sicherheitslücken. Und tatsächlich sollte man dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Andererseits aber ist es sehr schwierig, sich tatsächlich Malware einzufangen. Wenn du dich darauf beschränkst, Apps aus dem Play Store herunterzuladen statt von zweifelhaften anderen Sites, dann hast du kaum etwas zu befürchten. Zusätzlich empfiehlt es, sich Apps, die zu weitgehende Berechtigungen einfordern, nicht zu installieren.

3. Die besten Apps landen erst mit einer langen Verzögerung bei Android

Einige App-Entwickler konzentrieren sich tatsächlich auf iOS, weil dort (zumindest noch) mehr Geld zu verdienen ist. Die Situation ist allerdings wesentlich besser als noch vor einigen Jahren: Die meisten Apps heutzutage erscheinen zeitgleich für Android und für iOS – oder kommen zumindest mit einer nur kurzen Verzögerung auch für Android-Smartphones auf den Markt. Hinzu kommt, dass es auch etliche Apps gibt, die ausschließlich für Android erscheinen.

Gut gefüllter Play Store: Die allermeisten wichtigen Apps sind inzwischen sowohl für iOS als auch für Android erhältlich.

Gut gefüllter Play Store: Die allermeisten wichtigen Apps sind inzwischen sowohl für iOS als auch für Android erhältlich.

4. Du musst die Google-Dienste verwenden, wenn du ein Android-Smartphone benutzt

Nö, musst du nicht. Niemand hindert dich daran, beispielsweise Here Maps statt Google Maps zu verwenden, Dropbox statt Google Drive, Firefox statt Chrome und Bing statt der Google-Suche.

Als Android-Benutzer bist du nicht etwa auf die Google-Dienste und -Apps angewiesen. Denn es gibt etliche Alternativen. Statt Google Maps (hier links) kannst du beispielsweise Here Maps (rechts) verwenden.

Als Android-Benutzer bist du nicht etwa auf die Google-Dienste und -Apps angewiesen. Denn es gibt etliche Alternativen. Statt Google Maps (hier links) kannst du beispielsweise Here Maps (rechts) verwenden.

5. Du benötigst einen Task-Killer, damit Android problemlos läuft

Na ja, … auf sehr alten Smartphones mit wenig Speicher und schwachem Prozessor kann es helfen, mit einer Task-Killer-App andere Apps zu beenden, die im Hintergrund laufen. Im Normalfall aber musst du dich mit derartigen Details nicht beschäftigen. Denn das Betriebssystem ist sehr gut imstande, sich selbst um das Verwalten seines Speichers und der laufenden Apps zu kümmern.

Quellen: Android Developers Blog, Business Insider

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.