Anschl├Ąge von Paris: Kritik an verschl├╝sselter Kommunikation

16. November 2015 3 Kommentar(e)

Ein zweischneidiges Schwert: Nach den tragischen Anschl├Ągen in Paris werden nun Stimmen laut, die fehlende ├ťberwachungsm├Âglichkeiten beklagen. In den USA wird indes Edward Snowden vorgeworfen, den Attent├Ątern „indirekt geholfen“ zu haben.┬á

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Die Enth├╝llungen von Snowden sollen demnach den Terroristen geholfen haben, L├Âsungen zu finden, die NSA und andere Geheimdienste auszutricksen. In den USA gehen die Wogen hoch: Moderatoren von FOX oder CNN beschimpften in den vergangenen Stunden Snowden mitunter harsch. Auch auf Twitter finden sich einige Eintr├Ąge:

Dank der immer wichtiger werdenden verschl├╝sselten ├ťbermittlung von Nachrichten soll es auch f├╝r Attent├Ąter wieder leichter geworden sein, sich dem Zugriff der Beh├Ârden zu entziehen. Die ├ťberwachung potenzieller Gefahren sei schwieriger geworden, warnen auch einige westliche Nachrichtendienste. Sichere Kommunikation ist demnach f├╝r Unternehmen und Privatpersonen zwar zweifellos w├╝nschenswert, spielt Terroristen aber eben auch in die Karten. Ein Verbot von verschl├╝sselter Kommunikation l├Ąsst sich dennoch nicht verabschieden: Die Auswirkungen gerade f├╝r Unternehmen w├Ąre verheerend, Hackern w├Ąren wohl T├╝r und Tor ge├Âffnet.

Wie die Kommunikation in Paris ablief, ist ├╝brigens noch nicht gekl├Ąrt. Als ziemlich sicher gilt allerdings, dass mindestens einer der Attent├Ąter auf einer Liste des Geheimdienstes stand. Ob und inwieweit dieser auch ├╝berwacht wurde, ist unklar.

Eure Meinung zum Thema? Denkt ihr, dass ein Verbot von verschl├╝sselter Kommunikation die Arbeit von NSA und Co. erleichtern wird oder gehen wir damit noch klarer in Richtung des „gl├Ąsernen Menschen“?

Quelle: FT, via derStandard

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Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews f├╝r die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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