Apple Car wird konkret: Suche nach Mitarbeitern beginnt

Hartmut Schumacher 30. Oktober 2015 1 Kommentar(e)

Apple ist es ernst mit der Entwicklung autonomer Fahrzeuge. Zu diesem Zweck stellt das Unternehmen zahlreiche ehemalige Mitarbeiter von Konkurrenzfirmen ein. Das sorgt bei den Konkurrenten allerdings nicht nur fĂŒr Besorgnis, sondern auch fĂŒr Spott.
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Apple-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Tim Cook sagt voraus, dass in den kommenden Jahren eine „massive VerĂ€nderung“ in der Automobilindustrie stattfinden werde. (Foto: Apple)

Apple-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Tim Cook sagt voraus, dass in den kommenden Jahren eine „massive VerĂ€nderung“ in der Automobilindustrie stattfinden werde. (Foto: Apple)

GerĂŒchte ĂŒber den Einstieg von Apple in den Markt der autonomen Automobile gibt es ja schon seit LĂ€ngerem. Nun aber verdichten sich die Hinweise:

Auf der Konferenz „WSJD Live“ in San Francisco hat der Apple-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Tim Cook am Montag vorausgesagt, dass in den kommenden Jahren eine „massive VerĂ€nderung“ in der Automobilindustrie stattfinden werde. GerĂŒchte ĂŒber Apples Projekt eines elektrischen Autos wollte er allerdings nicht kommentieren.

Laut der Zeitung „The Wall Street Journal“ behandele Apple dieses Auto als ein „committed project“, also um ein Projekt, das auf jeden Fall umgesetzt werden soll. Das Auto, das bislang noch den Codenamen „Titan“ trĂ€gt, solle im Jahr 2019 auf den Markt kommen. Allerdings soll die erste AusfĂŒhrung dieses Fahrzeugs noch nicht vollkommen selbststĂ€ndig fahren können.

Um den Erscheinungstermin zu ermöglichen, hat Apple den Projektleitern die Erlaubnis gegeben, die Zahl der Mitarbeiter, die momentan 600 betrÀgt, zu verdreifachen.

Ist Apple der Tesla-Friedhof?

Unter den prominenteren Mitarbeitern, die Apple in letzter Zeit fĂŒr das Projekt Titan eingestellt hat, befinden sich Megan McClain (von der Volkswagen AG), Vinay Palakkode (von der Carnegie Mellon University), Jonathan Cohen (von Nvidia) sowie mehrere ehemalige Mitarbeiter von Tesla Motors.

Den Tesla-Motors-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Elon Musk, dessen Unternehmen sich ebenfalls mit der Entwicklung selbstfahrender Autos beschĂ€ftigt, schreckt dies jedoch nicht. In einem Interview mit dem Handelsblatt sagte Musk ĂŒber Apple: „Sie haben die Leute eingestellt, die wir gefeuert haben. Wir bezeichnen Apple immer scherzhaft als den ‚Tesla-Friedhof‘. Wenn man es bei Tesla nicht schafft, dann geht man zu Apple. Kein Scherz.“

Auch Google hat Interesse an selbstfahrenden Autos – und testet eine Flotte derartiger Fahrzeuge bereits auf öffentlichen Straßen in Kalifornien.

Das Model S von Tesla Motors ist bis zu einem gewissen Grad bereits fÀhig, selbststÀndig zu fahren. (Foto: Tesla Motors)

Das Model S von Tesla Motors ist bis zu einem gewissen Grad bereits fÀhig, selbststÀndig zu fahren. (Foto: Tesla Motors)

Quellen: The Wall Street Journal, Handelsblatt, Tesla Motors

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren fĂŒr eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nĂŒtzliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person ĂŒber sich selbst.