Apples Ingenieure wollen nicht f├╝r das FBI arbeiten

Heiko Bauer 18. M├Ąrz 2016 1 Kommentar(e)

Im Streit mit Apple k├╝ndigt sich f├╝r das FBI neuer Widerstand an. Diesmal droht der Gegenwind allerdings nicht aus der F├╝hrungsetage. Nach einem Bericht der New York Times diskutieren jetzt die Ingenieure ├╝ber ihre Konsequenzen, falls Apple eine gerichtliche Anh├Ârung am kommenden Dienstag verliert.

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Ein amerikanisches Gericht hatte den Hersteller zuvor aufgefordert, dem FBI zu helfen, das iPhone des San-Bernadino-Attent├Ąters zu knacken. Dieser hatte Ende letzen Jahres 14 Menschen get├Âtet. Das FBI fordert von Apple eine M├Âglichkeit, die automatische L├Âschung der Daten auf dem Smartphone nach zehnmaliger Falscheingabe des Kennworts zu verhindern. Au├čerdem soll es eine Hardwareschnittstelle geben, damit ein Computer mit H├Âchstgeschwindigkeit verschiedene Passw├Ârter durchprobieren kann. Apple weigert sich, die Forderungen zu erf├╝llen.

Rechnung ohne den Wirt

Durch die neueste Entwicklung k├Ânnte das auch schwer werden. denn die daf├╝r notwendigen Ingenieure m├Âchten sich dazu nicht zwingen lassen. Sie lehnen es ab, die Sicherheitsfunktionen, die sie selbst entwickelt haben, nun wieder auszuhebeln. Einige von ihnen wollen in diesem Fall die Arbeit verweigern, manche sind notfalls sogar bereit, die Firma zu verlassen.

Die Forderungen des FBI sind jedoch nach Aussage des Unternehmens nur durch die Programmierung eines speziellen Betriebssystems zu erf├╝llen. Daf├╝r w├╝rde ein Team von sechs bis zehn dieser Spezialisten ben├Âtigt, das mindestens einen Monat zu tun h├Ątte. Die Leute m├╝sste man dann erst mal haben.

Spiel auf Zeit

Allerdings w├╝rde die Firma diesen Schritt wohl ohnehin erst in Betracht ziehen, wenn alle rechtlichen M├Âglichkeiten ausgesch├Âpft sind. Man bef├╝rchtet schlie├člich einen ┬╗massiven Angriff auf Apples Grundprinzipien und eine ernsthafte Bedrohung der Unabh├Ąngigkeit des Unternehmens und seiner Angestellten┬ź, so die Anw├Ąlte. F├╝r das FBI k├Ânnte also noch etwas Wartezeit anstehen.

Quelle: New York Times

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