Bieterschlacht um LinkedIn

Hartmut Schumacher 4. Juli 2016 0 Kommentar(e)

Warum akzeptierte LinkedIn ein Angebot von Microsoft, das niedriger war als das des Mitbieters Salesforce?

(Foto: Microsoft)

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Am 13. Juni haben Microsoft und LinkedIn bekannt gegeben, dass Microsoft LinkedIn übernehmen wird – für einen Preis von 26,2 Milliarden US-Dollar.

Microsoft war aber nicht der einzige Bieter in der Schlacht um den Kauf des sozialen Netzes, das sich der Pflege von Geschäftskontakten widmet: Unterlagen der US-amerikanischen Börsenaufsicht lässt sich entnehmen, dass vier weitere Unternehmen Interesse an LinkedIn hatten. Darunter Google, Facebook, Salesforce und eine bislang nicht identifizierte Firma.

Die Bieterschlacht erstreckte sich vom 16. Februar bis zum 11. Juni. Google verabschiedete sich bereits am 3. Mai, ließ aber die Möglichkeit einer zukünftigen „kommerziellen Partnerschaft“ offen.

LinkedIn wünschte sich einen Verkaufspreis von 200 Dollar pro Aktie. Microsoft bot anfangs 160 Dollar. Salesforce und Microsoft erhöhten dann abwechselnd ihre Angebote.

Salesforce war schließlich bereit, die geforderten 200 Dollar zu zahlen – einen Teil davon allerdings nicht in Bargeld, sondern in Aktienanteilen an Salesforce.

Schließlich setzte sich Microsoft durch – mit einem Angebot von 196 Dollar pro Aktie. Nominal also niedriger als die Salesforce-Offerte, dafür aber ausschließlich in Bargeld.

Quellen: U.S. Securities and Exchange Commission, Microsoft, Recode

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.