BlackBerry denkt über Ausstieg aus dem Smartphone-Sektor nach

Redaktion 10. Oktober 2015 0 Kommentar(e)

Das Ende ist nah! Zumindest wenn man dem BlackBerry CEO John Chen Glauben schenkt. Das schwer gebeutelte Unternehmen denkt nämlich ernsthaft über den Ausstieg aus dem Hardware-Geschäft nach, sollte innerhalb des nächsten Jahres keine deutliche Besserung eintreten.
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BlackBerry CEO John Chen gibt alles um BlackBerry zu erhalten. (Foto: Reuters)

BlackBerry CEO John Chen gibt alles um BlackBerry zu erhalten. (Foto: Reuters)

In einem Gespräch auf der Code/Mobile-Konferenz am Donnerstag gab John Chen, CEO des Smartphone-Pioniers BlackBerry Einblicke in die Zukunft des Unternehmens, und diese sind nicht unbedingt positiv. Sollte das Unternehmen nicht in einem Jahr wieder profitabel sein, zieht Chen einen Ausstieg aus dem Smartphone-Geschäft in Erwägung.

Einerseits kommt die Ankündigung von Chen überraschend, und dann auch wieder nicht. BlackBerry, einst einer der ganz großen Smartphone-Hersteller steckt seit Jahren in der Krise. Viele Fehlentscheidungen und gefloppte Smartphone-Modelle haben das Unternehmen zu einem Schatten seiner selbst verkommen lassen. Auch wenn sich der kanadische Hersteller immer noch tapfer schlägt und besonders im Enterprise-Bereich immer noch ein großer Name ist, spielt die Marke auf dem Smartphone-Markt faktisch keine Rolle mehr. Immer wieder gab es Gerüchte, dass andere Hersteller an einer Übernahme BlackBerrys interessiert sind, das Unternehmen dementierte diese jedoch immer tapfer.

In der Vergangenheit hat Chen immer wieder laut über den Ausstieg aus dem Hardware-Geschäft nachgedacht, sich dabei jedoch immer sehr vage geäußert und den Zeitrahmen nicht näher eingegrenzt. Nun wird es allerdings ernst und der Countdown von einem Jahr läuft.

Ein wenig überraschend ist diese Ankündigung aber doch, denn gerade erst hat das Unternehmen mit dem BlackBerry Priv das erste Smartphone der Unternehmensgeschichte angekündigt, dass nicht mit dem eigenen BlackBerry-OS, sondern mit Android ausgestattet ist. Das Gerät ist vor allem aufgrund der Slide-Tastatur durchaus spannend und könnte aufgrund von mangelnder Konkurrenten eine Nische besetzen, die gar nicht mal so klein eingeschätzt wird. Die Aussage Chens zu diesem Zeitpunkt lässt nun allerdings nicht gerade allzu viel Optimismus für dieses Modell durchschimmern. Gegenüber The Verge sagte Chen, dass das Unternehmen 5 Millionen Smartphones im Jahr verkaufen muss, um profitabel zu sein. Wir drücken fest die Daumen, dass dieses Ziel erreicht werden kann.

Quelle: Recode (via Heise)

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