China: Behörden schließen Fabrik fĂŒr gefĂ€lschte iPhones

28. Juli 2015 0 Kommentar(e)

Auch nicht schlecht: In Peking, China, ist der Polizei ein Schlag gegen ProduktfÀlscher gelungen. Eine Firma wurde geschlossen, rund 1.400 gefÀlschte iPhones wurden beschlagnahmt.

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Insgesamt dĂŒrften aber bedeutend mehr FĂ€lschungen produziert worden sein: Die Beamten sprechen von 41.000 inoffiziellen iPhones mit einem Gesamtwert von 19 Millionen US-Dollar. Die Razzia hat bereits im Mai stattgefunden, eine offizielle Bekanntgabe und Stellungnahmen zum Einsatz wurden aber erst jetzt verlautbart. Es gibt dementsprechend auch einige interessante Informationen zum Produktionsablauf: GefĂŒhrt worden soll das Unternehmen von einem Ehepaar sein, getarnt als Reparatur-Service fĂŒr ElektrogerĂ€te aller Art. In den Hallen haben sich aber offenbar ganz andere Sachen abgespielt: Rund 100 Mitarbeiter sollen gefĂ€lschte iPhones hergestellt haben, indem sie Bestandteile gebrauchter Smartphones in ebenfalls nachgemachte iPhone-GehĂ€use eingebaut haben.

Die ganze Organisation dĂŒrfte entsprechend professionell abgelaufen sein: Sechs FließbĂ€nder sollen zur VerfĂŒgung gestanden sein, einzelne Lieferungen schafften es gar bis in die USA. Dort ist der Schwindel dann auch aufgeflogen: US-Behörden haben beim Importversuch die FĂ€lschungen erkannt und beschlagnahmt, außerdem benachrichtigten sie die zustĂ€ndigen Behörden in China. Und dann ging alles recht schnell: Seit Januar produzierten die FĂ€lscher, im Mai war auch schon wieder Schluss. Vorerst wurden neun Mitarbeiter verhaftet, was mit dem Rest passiert, ist unklar – auch, weil diese ja keine „fĂŒhrenden“ Positionen innehatten.

Stellt sich natĂŒrlich die Frage, ob noch weitere solcher Firmen existieren – was wohl positiv beantwortet werden muss. Bleibt zu hoffen, dass die Behörden auch weiterhin derart rasch reagieren und die FĂ€lscher umgehend aus dem Verkehr ziehen.

Quelle: BBC [via Futurezone]

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Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews fĂŒr die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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