Die Zukunft der Xperias ist gesichert: Sony dementiert den Verkauf der eigenen Mobilsparte

Redaktion 3. März 2015 6 Kommentar(e)

„Komplett falsch“ — Hiroki Totoki, Chef von Sonys Mobilsparte, räumt mit den Spekulationen auf, wonach Sony aus dem Smartphone-Markt aussteigen könnte. Dennoch müsse das Geschäft mit Smartphones- und Tablets neu ausgerichtet werden — unter anderem mit einer Verlangsamung des Produktzyklus. 

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Kein Smartphone, aber ein Tablet: Auf dem MWC 2015 wurde das Xperia Z4 Tablet vorgestellt.

Kein Smartphone, aber ein Tablet: Auf dem MWC 2015 wurde das Xperia Z4 Tablet vorgestellt.

Vor knapp zwei Wochen schreckte Kazuo Hirai die Smartphone-Gemeinde auf: Der Sony-CEO deutete an, die verlustreiche Mobilsparte des japanischen Unternehmens verkaufen zu wollen und damit Sonys Ausstieg aus dem Smartphone-Markt einzuläuten. Nun gibt es aber das Dementi: Laut Hiroki Totoki, seines Zeichens Chef von Sonys Mobilsparte, wird der Elektronikriese auch weiterhin Smartphones und Tablets anbieten.

Gegenüber der französischen Tageszeitung Le Figaro sagte Totoki wörtlich: „Anfang Februar wurde spekuliert, dass Sony seine Mobilsparte verkaufen würde. Diese Spekulationen sind komplett falsch.“ Das ist ein sehr klares Statement, allerdings stellt sich die Frage, inwieweit dies wirklich die Firmenlinie wiederspiegelt? Die Spekulationen kamen ja immerhin nicht von irgendwelchen Reportern, sondern wurden vom Sony-Chef höchstpersönlich befeuert, der die Zukunft des Konzerns als Film- und Musikproduzent, bei der PlayStation 4 und als Hersteller von Kamerasensoren sieht und sich von verlustreichen Sparten trennen will. Das erklärte Ziel, die Steigerung des operativen Gewinns um das 25-Fache auf 3,7 Milliarden Euro bis zum Märt 2018, solle vor allem mit diesen drei Geschäftsfeldern erreicht werden.

Sony verlangsamt den Produktzyklus

Auch Totoki hat trotz seines glasklaren Statements zugeben müssen, dass die Mobilsparte der Japaner einer großen Reform bedarf und stärker fokussiert werden müsse. Da Konsumenten ihre Mobilgeräte nicht mehr so häufig wechseln, würde Sony außerdem seinen Produktzyklus etwas verlangsamen. Die Auswirkungen dieses Strategiewechsels konnten wir bereits begutachten: In den vergangenen Jahren brachte Sony zweimal pro Jahr ein neues Flaggschiff-Smartphone auf den Markt — einmal zur CES beziehungsweise MWC und einmal zur IFA. Nach dem Sony Xperia Z3, das im vergangenen Herbst das Licht der Welt erblickte, hätte Sony spätestens zum MWC das Xperia Z4 präsentieren müssen — daraus ist aber nichts geworden. Lediglich das Xperia Z4 Tablet wurde im Rahmen des Mobile World Congress vorgestellt.

Neuer Mobil-Chef soll Sony wieder an die Spitze bringen

Enorm viel Aufregung hat vorher auch die Bekanntgabe von Hiroki Totoki  als neuen Mobil-Chef beim japanischen Unternehmen verursacht. Totoki ist seit November Chef der Mobil-Abteilung bei Sony. Seine Aufgabe ist es zuerst die Produkte des Unternehmens einer Prüfung zu unterziehen und das Portfolio zu verschlanken. Weiters will Totoki künftig neue Technologien und Geräte schneller auf den Markt zu bringen.

Seid ihr froh, dass Sony dem Smartphone-Markt erhalten bleibt? Welche Tipps könntet ihr dem Konzern geben, um die Verkaufszahlen zu steigern?

Quelle: Reuters (via Android Authority)

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