Fiberio: Biometrischer Touchscreen mit Fingerabdruckerkennung

Redaktion 25. Juli 2013 0 Kommentar(e)

Forscher vom Potsdamer Hasso-Plattener-Institut haben jetzt ein Display namens Fiberio entwickelt, das die Fingerabdrücke des Benutzers erkennt, wenn die Oberfläche berührt wird. Wie das genau abläuft, erfahrt ihr hier.

Hinter Fiberio versteckt sich ein biometrisches Multitouch-System. Es wurde von Forschern des Potsdamer Hasso-Plattner-Institutes entworfen und soll in Zukunft die Fingerabdrücke des Benutzers erkennen und so zur Bedienungssicherheit beitragen.

Bei Fiberio handelt es sich aber nicht um ein herkömmliches Flachdisplay, sondern um eine tischartige Konstruktion. Die Idee dahinter ist ganz einfach: Das Gerät funktioniert durch Rückprojektion. Durch einen Projektor wird von unten das Bild gegen eine Kunststoffplatte geworfen, die als Diffusor dient. So kann der Benutzer die Bilder erkennen.

Zwei Personen können auf Fiberio arbeiten. (quelle: golem.de)

Zwei Personen können auf Fiberio arbeiten. (quelle: golem.de)

Genauer hingesehen

Das Herz der Konstruktion ist jedoch die Kunststoffplatte: Sie besteht aus zahlreichen Glasfasern mit einem Durchmesser von 6 Mikrometern und erfüllt wichtige Funktionen:Unterhalb der Oberfläche befindet sich eine hochauflösende Kamera, die die Kunststoffplatte aufnimmt – es handelt sich dabei um den oben bereits erwähnten Projektor. Die Platte dient dabei nicht nur als Diffusor für die Rückprojektion, sondern reflektiert auch noch das Licht zurück zur Kamera und sorgt für den notwendigen Kontrast, damit die Abdrücke der Finger erkannt werden, die sie berühren. Eine entsprechende Bildbearbeitungssoftware wertet dann die Fingerabdrücke aus.

Fiberio soll als Berechtigungssystem eingesetzt werden, quasi anstelle eines Codes. Durch eine einfache Berührung mit dem Finger kann der Anwender dann Vorgänge autorisieren oder bestätigen. Dadurch würde man sich das Merken von langwierigen Pins ersparen und es Hackern erheblich schwerer machen. Ein gutes Beispiel dafür zeigt das eingefügte Video.

Christian Holz und Patrick Baudisch, beides Entwickler des Projekts, wollen Fiberio Anfang Oktober 2013 auf der Konferenz „User Interface Software and Technology“ (UIST ’13) im schottischen St Andrews vorstellen.

Wir sind gespannt wofür Fiberio verwendet werden wird oder ob es überhaupt eine Zukunft hat.

Was denkt ihr über Fiberio?

Quelle: golem

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