Google testet Screencast-Unterstützung im Chrome-Browser

Tam Hanna 9. Oktober 2013 2 Kommentar(e)

ScreenCast erlaubt das Teilen von am Telefon angezeigten Bildinhalten auf einem kompatiblen, großen Anzeigegerät – das ist z.B. zum gemeinsamen Betrachten einer Bildergalerie nützlich.

Die Betaversion von Google Chrome bringt ab sofort eine ähnliche Funktion mit. Das berichtet zumindest der Entwickler François Beaufort, der auf seinem Google+-Profil auch Informationen zur Aktivierung des neuartigen Diensts anbietet.

Die nur durch einen Trick im Play Store auffindbare Betaversion von Google Chrome enthält immer wieder witzige Funktionen...

Die nur durch einen Trick im Play Store auffindbare Betaversion von Google Chrome enthält immer wieder witzige Funktionen…

Als erstes müssen die beiden Optionen chrome://flags/#enable-devtools-experiments und chrome://flags/#remote-debugging-raw-usb im Chrome Dev Channel aktiviert werden. Danach ist ein Neustart des Browsers erforderlich. Als nächstes folgt das Aktivieren des USB-Debuggings, die dazu notwendige Option findet sich unter Einstellungen -> Entwickleroptionen-

Am Desktop wird nun chrome://inspect geöffnet und das Android-Gerät angesteckt. Die Sicherheitsanfrage wird quittiert, im nächsten Schritt sollte das Gerät in der in chrome://inspect angezeigten Liste erscheinen.

Nun öffnest du die Beta-Version von Chrome auf deinem Telefon und besuchst eine beliebige Webseite. In den Enwicklerwerkzeugen am PC wechselst du in die Rubrik Experimente und aktivierst die Checkbox „Enable Screencast“. Im letzten Schritt folgt ein Klick auf Inspect, wo du danach auf das neu erschienene Screencast-Icon tappst.

Nach dem Abarbeiten dieser Anleitung ist der ScreenCast-Support aktiviert, du kannst nun dein Notebook oder ein anderes Anzeigegerät mit dem Telefon verbinden und dich an der dortr angezeigten Webseite erfreuen.

Die primäre Zielgruppe für diese Funktion sind Entwickler. Sie ersparen sich das normalerweise nach dem Deployment einer neuen Webseitenversion erforderliche „zum-Handy-Greifen“ – wer sich viel mit Webseiten beschäftigt, spart sich so jeden Tag die eine oder andere Minute.

Noch ist nicht klar, ob Google diese derzeit nur in der Entwicklerbeta von Chrome enthaltene Funktion je für die Allgemeinheit freigibt – der durchschnittliche User wird diese Funktion nur in den seltensten Fällen brauchen. Durch die Beschränkung auf die Beta könnte Google Entwickler dazu animieren, diese zu verwenden – das würde die Qualitätssicherung wesentlich erleichtern.

Werdet ihr diese neue Funktion in euren Entwicklungsprozess einbinden? Oder genügt es euch, die Desktopversion von Chrome zum Entwickeln und Testen von Webseiten zu verwenden? Oder setzt ihr auf den Emulator?

Was auch immer ihr macht, lasst es uns wissen – die Kommentarspalte ist immer geöffnet…

Quelle: Engadget

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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