Gruselig oder genial? Google sucht zukünftige Mitarbeiter anhand ihrer Suchbegriffe

27. August 2015 0 Kommentar(e)

Wie rekrutiert Suchmaschinenbetreiber Google wohl neue Mitarbeiter? Ganz klar: Über die Suchmaschine! Wer im Netz nach Begriffen aus Programmiersprachen sucht, kann unter Umständen in Googles Raster fallen – und erhält die Chance, nach dem Bestehen eines kniffligen Tests beim Internetkonzern vorstellig zu werden. 

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So ein Popup öffnete sich – und lud Max Rosett zu einer Herausforderung ein.

Dass Google auch nach 17 Jahren noch immer unkonventionell denkt, hat unlängst die Transformation zu Alphabet unter Beweis gestellt. Welches andere Unternehmen, das hunderte von Milliarden US-Dollar Wert, zu den bekanntesten Marken der Welt zählt und in seinem Kerngeschäft unbestrittene Nummer 1 ist, unterzieht sich den freiwillig einer so radikalen Umstrukturierung? Googles Vorliebe für skurrile Ideen hat vor kurzem auch Marx Rosett erlebt.

Der Datenanalytiker stand vor einem großen Problem beim Programmieren, das er alleine nicht mehr lösen konnte. Also wandte sich Rosett, der zum damaligen Zeitpunkt noch für eine Immobilien-Webseite arbeitete, an Google. Er googelte „python lambda function list comprehension“. Über den eigentlichen Suchergebnissen öffnete sich dann jedoch ein Popup von Google: „Du sprichst unsere Sprache – Lust auf eine Herausforderung?“ war dort zu lesen. Er hat die „Challenge“, wie Barney Stinson es sagen würden, dann akzeptiert. Prompt wurde Rosett zu google.com/foobar umgeleitet, wo ihm das kalifornische Unternehmen einige Rätsel präsentierte, die er allesamt löste. Am Ende wurde der Programmierer noch gebeten, seine Kontaktdaten zu hinterlassen, falls sich Google bei ihm melden wollte. Kurz darauf kontaktierte das kalifornische Unternehmen dann tatsächlich Rosett – und nachdem der Datenspezialist den üblichen Google-Bewerbungsprozess erfolgreich hinter sich brachte, hat er diese Woche beim Internetkonzern seine Stelle angetreten.

Google selbst hat sich inzwischen zu dieser doch recht unorthodoxen Methode der Mitarbeitergewinnung geäußert. Auf Nachfrage von Re/Code hat eine Google-Sprecherin mit einem Augenzwinkern folgendes Statement verschickt: 

\u0050\u0075\u007a\u007a\u006c\u0065\u0073\u0020\ u0061\u0072\u0065\u0020\u0066\u0075\u006e\u002e\ u0020\u0053\u0065\u0061\ u0072\u0063\u0068\u0020\u006f\u006e\u002e

Die freie Übersetzung: „Rätsel machen Spaß. Suchen Sie weiter“ – herrlich, wenn sich doch nur andere Unternehmen noch ihren Humor auf diese Art bewahrt hätten.

Quelle und Bilder: The Hustle

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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